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"Stasi-Liste im Internet gesperrt / Homepage nach
Ansturm auf die Daten nicht mehr im Netz
Erhebliche rechtliche Bedenken hat der Berliner Datenschutzbeauftragte
bei der Veröffentlichung einer Liste mit 100 000 Namen von ehemaligen
Stasi-Mitarbeitern im Internet. Auch wenn die entsprechende Homepage 'www.nierenspende.de'
inzwischen nicht mehr zu erreichen ist, seien Veröffentlichungen im
Internet besonders 'schwerwiegend', sagte Datenschutzsprecherin Claudia
Schmid. Stehe erst einmal etwas im Netz, sei der Umgang mit den Daten
kaum noch zu kontrollieren. ... 'Die Veröffentlichung einer solchen
Liste stellt einen weitgehenden Eingriff in das Persönlichkeitsrecht
dar', sagte Schmid. Nach Auffassung des Bundesbeauftragten für
den Datenschutz in Bonn bedeutet die Nennung der Namen zudem einen
gravierenden Verstoß gegen das Stasi-Unterlagengesetz." Tsp
11.1.00 S. 9
"Erlaubt oder verboten? Stasi-Liste im Internet
Wirbel um eine geheimnisvolle Stasi-Gehaltsliste im Internet.
Bis zum Wochenende lieferte sie ... Namen und Einkommen von 100 000 Ex-Stasi-Mitarbeitern.
Dann war die Liste plötzlich verschwunden. Grund: Der Berliner Datenschutzbeauftragte
ist dem Urheber auf den Fersen ... Claudia Schmid (43), Sprecherin des Datenschutzbeauftragten: 'Wir
halten die Veröffentlichung für problematisch.' Die Datenschützer
beziehen sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes vom Juli 1994. Schmid: 'Danach
werden die Betroffenen mit Veröffentlichungen wie jetzt im Internet
an den Pranger gestellt. Das ist ein besonders schwerer Eingriff in die
Persönlichkeitsrechte.' Laut Gauck-Behörde entspricht die Internet-Liste
nicht den Vorschriften des Stasi-Unterlagengesetzes." BILD Thüringen
11.1.00 S. 23
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