Privacy Magazine - Hauptseite Das Privacy Magazine "prima" wird vom Berliner Datenschutzbeauftragten zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen - an Wochentagen täglichen - Ausgaben enthalten eine Übersicht von datenschutzrelevanten Berichten der (von uns) ausgewählten Berliner und überregionalen (deutschen) Presse.

 

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Ausgabe vom 3. Januar 2000

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"Kleiner Lauschangriff / Handys sind nicht mehr abhörsicher - Verschlüsselungs-Algorithmus gebrochen
... Weitere Informationen: http://cryptome.org/a51-bs.htm" WELT 3.1.00 S. 1

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"Späte Akteneinsicht / Zeitgeschichte
Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes wird in den nächsten Jahren das Schicksal von mehreren zehntausend Deutschen klären können, die im Zweiten Weltkrieg oder in den Jahren danach verschollen sind. Rumänien, Lettland, Kasachstan, die Ukraine und Russland haben für Nachforschungen ihre Archive geöffnet. ... Der russische Inlandsgeheimdienst FSB stellte im vorigen Jahr Daten über 80 000 Deutsche zur Verfügung; in diesem Jahr sollen Informationen über weitere 120 000 Menschen folgen." DER SPIEGEL 1/2000 3.1.00 S. 20

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"Trickreiches Finanzamt / Aktiengewinne
... Bei einer Routinebetriebsprüfung des Wertpapierhandelshauses Ahag notierten Beamte des Finanzamtes Dortmund-Ost auch die Daten von Kunden und schickten Kontrollmitteilungen über deren Handelsgeschäfte an die zuständigen Steuerbehörden. ... Bislang schützt das Bankgeheimnis zwar Spekulanten, die ihre Wertpapiergeschäfte über herkömmliche Geldinstitute abwickeln. Bei Handelsgesellschaften wie der Ahag aber dürfen die Steuerprüfer sämtliche Geschäftsvorgänge einsehen." DER SPIEGEL 1/2000 3.1.00 S. 18

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Berlin:

"Katasteramt auf Computer umgestellt / Bis Ende des Jahres sollen alle 24 600 Flurstücke Tempelhofs mit Karten abrufbar sein
... Anders als im Grundbuchamt, das finanzrechtliche Angaben wie Hypotheken auflistet und daher nicht jedermann zugänglich ist, kann beim Kataster jeder nachfragen, wem ein Grundstück gehört. Davon machen vor allem Makler regen Gebrauch. ... Angesichts der vielen 'gewerblichen' Auskunftsbegehren fragt sich Tempelhofs leitender Vermessungsdirektor Peter Krenz jedoch, warum es den Datenschützern bisher nicht aufgefallen ist, dass mit dem freien Zugang zum Katasteramt auch Missbrauch getrieben werden kann." MoPo 3.1.00 S. 31

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"John gegen 'Regelanfrage' bei Einbürgerung / Ausländerbeauftragte will Antragsteller nicht durch Verfassungsschutz überprüfen lassen
... 'Eine Anfrage ist nur dann angebracht und notwendig, wenn es Hinweise auf extremistische Aktivitäten gibt', sagte Barbara John ... ." BerlZtg 3.1.00 S. 28

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