Privacy Magazine - Hauptseite Das Privacy Magazine "prima" wird vom Berliner Datenschutzbeauftragten zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen - an Wochentagen täglichen - Ausgaben enthalten eine Übersicht von datenschutzrelevanten Berichten der (von uns) ausgewählten Berliner und überregionalen (deutschen) Presse.

 

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Ausgabe vom 14. Februar 2000

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"Jagdfieber im Osten / Im World Wide Web kursiert eine Liste der früheren hauptamtlichen Stasi-Mitarbeiter. Datenschützer können die Veröffentlichung nicht mehr stoppen.
... Über fünf Millionen Mal sollen die Listen, die bislang nur Historiker oder Journalisten auf Antrag in der Gauck-Behörde einsehen konnten, angeklickt worden sein. ... Wer hinter der Attacke auf die ehemaligen Berufsschnüffler steckt, ist bislang nicht ganz klar. Als Betreiber der Seite mit der absurden Internet-Adresse www.nierenspende.de ist bei der deutschen Registrierstelle für Internet-Adressen ein ... angegeben, der sich selbst als freier Internet-Journalist bezeichnet. ... Rechtlich bewegen sich die Internet-Aktivisten auf unübersichtlichem Terrain. Berliner Datenschützer mussten zunächst per Gutachten klären, ob gegen die Betreiber juristisch vorgegangen werden kann. ... Doch das kann die Liste nicht mehr aus der Welt bringen. Als im Januar der Zugriff auf 'nierenspende.de' erstmals vorläufig gesperrt worden war, geisterten bereits massenhaft Kopien durch das World Wide Web. 'Stehen die Seiten einmal drin, dann ist es aus', hat die Sprecherin des Berliner Datenschutzbeauftragten, Claudia Schmid, erklärt." DER SPIEGEL 7/2000 14.2.00 S. 114

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"Schlechter Tausch
... Einige Handy-Hersteller bieten für den Handy-Ausfall deshalb einen schnellen und unkomplizierten Gerätetausch an. ... ... wenn Sie ein Ersatzgerät bekommen, wir Ihr Telefon repariert und landet wahrscheinlich irgendwann bei einem neuen Besitzer. Und mit dem Telefon erhält dieser unter Umständen auch Adressen, Telefonnummern und persönliche Daten, die Sie vorher in dem Gerät gespeichert haben. ... Bevor ein Gerät zur Reparatur gegeben wird, sollte jeder Besitzer im Gerät gespeicherte Daten löschen. ... ComputerBILD-Tipp: Speichern Sie Adressen und Kurzmitteilungen (SMS) grundsätzlich nicht im Gerät, sondern nur auf der SIM-Karte. ... Wenn Hersteller Ihre Daten an andere Kunden weitergegeben haben, können Sie sich an den Bundesbeauftragten für Datenschutz, Postfach 2001, 53131 Bonn, Telefon 0228/819950, wenden." ComputerBILD 4/2000 14.2.00 S. 300 ff.

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"Internet lädt ein zu neuem Datenmissbrauch / Werbenetzwerk Double Click steht in den USA unter heftiger Kritik
... Datenschützer sind ebenfalls unzufrieden mit der Praxis des Werbe-Netzwerks. Das Electronic Privacy Information Center will bei der US-Handelsaufsichtsbehörde FTC eine Beschwerde gegen Double Click einreichen." HB 14.2.00 S. 26

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"Fingerspitzen-Gefühl / In Bayern werden Fingerabdrücke von Verdächtigen neuerdings eingescannt. Da brauchen Beamte viel Fingerspitzen-Gefühl
... Durch die neue Technik sollen die Ermittlungsarbeiten vor allem schneller werden. Als elektronische Post werden die neu genommenen Fingerabdrücke zum Bundeskriminalamt (BKA) nach Wiesbaden geschickt. Im 'Automatisierten Fingerabdruck-Identifizierungssystem' (AFIS) sind Millionen von Fingerabdruckblättern gespeichert ... ." ComputerBILD 4/2000 14.2.00 S. 84

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"Spur zu deutschem Programmierer / Ist 'Mixter' einer der Hacker?" FAZ 14.2.00 S. 13

"'Programmiert, aber nicht attackiert' / Unbekannter Deutscher bekennt sich / Hacker-Angriffe liefen über Uni-Computer" FR 14.2.00 S. 22

"Bundesbehörden warnen vor Sabotage-Welle im Internet / Hacker legen erstmals auch deutsche Firmen lahm - Urheber der Programme kommt aus Hannover - US-Ermittler haben heiße Spur" WELT 14.2.00 S. 1

"Clinton um Sicherheit im Internet besorgt / Konferenz in Washington nach Hacker-Angriffen auf Provider" Tsp 14.2.00 S. 1

"Clinton beruft Konferenz zur Internet-Sicherheit ein / US-Präsident erwartet keine sofortige Lösung / Deutscher bekennt sich zu 'Angriffsprogrammen'" BerlZtg 14.2.00 S. 8

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