[Abkürzungen der
ausgewerteten Tageszeitungen] [NEU: Zur
Suche über alle bisherigen Ausgaben]
[Überblick über sonstige Veröffentlichungen
zum Datenschutz][Hauptseite]
*
"Internet-Krisengipfel in Washington bekräftigt
die Freiheit im Netz / Sicherheits-Runde im Weißen Haus lehnt Zugangsbeschränkungen
oder Kontrollen im World Wide Web ab
... Dennoch will die US-Regierung die Sicherheit in den
kommenden Jahren erhöhen. Geht es nach dem Willen des Weißen
Hauses, werden die USA im kommenden Jahr rund zwei Milliarden Dollar in
die Cybersicherheit stecken. ... Die rund 30 Vertreter der US-Computer-Industrie
bemängelten, dass gerade die Computer der Verwaltungen wenig gegen
mögliche Angriffe durch Hacker gewappnet seien. Die Systeme des Verteidigungsministeriums
und der Geheimdienste würden gegen Angriffe geschützt; doch die
übrigen Regierungsstellen seien nicht entsprechend ausgerüstet,
... . ... Unterdessen arbeitet das FBI fieberhaft an der Suche nach den
Hackern der vergangenen Woche. ... Die Spur der Ermittlungen führt
auch nach Deutschland: eines der verwendeten Programme ('Stacheldraht')
war vom deutschen Hacker 'Mixter' entwickelt worden. Der jedoch weist
jeden Verdacht von sich." WELT 17.2.00 S. 9
"Clinton will gegen Hacker kämpfen / Sicherheitsinitiative
angekündigt
... Allein in Deutschland entsteht nach Angaben des TÜV
durch Computerkriminalität, illegale Datenbeschaffung und Sabotage
im Internet jedes Jahr ein wirtschaftlicher Schaden von etwa zwanzig Milliarden
Mark. ... In der vergangenen Woche hatte Bundesinnenminister Schily
(SPD) eine spezielle 'Eingreiftruppe' gegen Internet-Verbrecher angekündigt,
in der das Bundeskriminalamt, das Innenministerium und das Bundesamt
für Sicherheit in der Informationstechnik zusammenarbeiten sollen.
Die deutsche Polizei hat im vergangenen Jahr 2795 Fälle von Internet-Kriminalität
entdeckt." FAZ 17.2.00 S. 17
"Die Banken waren vor den Netzattacken gewarnt
/ Clinton empfing einen Hacker zu einer Konferenz über die Sicherheit
im Internet
... Mehrere US-Großbanken teilten mit, sie seien über
die groß angelegten Hackerangriffe vorab informiert gewesen. Aber
obwohl bei den Banken per E-Mail mindestens vier Tage vor dem ersten Vorfall
am 8. Februar detaillierte Warnungen eingegangen waren, wurde das FBI
oder die Justizbehörden nicht unterrichtet." taz 17.2.00 S. 14
"Hacker / Ein Junge aus Hannover und das
FBI
... 'Mixter' stellt aber gleichzeitig auch Informationen zur
Verfügung, wie man seinen Computer vor einer solchen Attacke schützen
kann. Gemäß Hacker-Ethik macht das durchaus Sinn: Hacker
spüren Sicherheitslücken auf, um sie zu beseitigen. Die jüngsten
Angriffe hingegen gehen eher auf das Konto einer neuen Generation von Computer-Freaks,
den so genannten 'Script Kiddis'. Ihr einziges Ziel: Chaos." BerlZtg
17.2.00 S. 1 f.
"Polizei gegenüber Hackerangriff machtlos
/ Bundeskriminalamt berät über Internetkriminalität
... Hackerangriffe, wie sie in der vergangenen Woche auf Internet-Firmen
ausgeübt worden sind, sind nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes
momentan nicht beherrschbar. ... Am Freitag werde in Berlin eine Arbeitsgruppe
zur Gründung einer Expertengruppe für die Sicherheit im Internet
unter Leitung des Bundesinnenministeriums zusammen kommen." HB 17.2.00
S. 25
"Momentan nicht beherrschbar / Internet-Konferenz nach Hackerangriffen: Auch das BKA ist machtlos" BerlZtg 17.2.00 S. 20
"BKA setzt auf die Hilfe von Providern und Bürgern
/ Amt ermittelte 1999 in fast 2800 Fällen wegen des Verdachts auf
Online-Kriminalität / Viele Fälle im Chat
... Das BKA sieht sich als 'zentrale Stelle zur Koordination
und Zusammenführung von Informationen grundsätzlicher Bedeutung'.
Das steht im Entwurf einer Erklärung, die Vertreter von Polizei,
Staatsanwaltschaft, Ministerien und Provider in einer Tagung beim BKA verfasst
haben." FR 17.2.00 S. 36
"Das BKA will die Internethacker fangen / Eine neue Sondereinheit tritt morgen zum ersten Mal in Berlin zusammen" taz 17.2.00 S. 6
"BKA: Sabotage im Netz ist nicht beherrschbar" WELT 17.2.00 S. 1
"'Hackerangriffe nicht beherrschbar' / Bundeskriminalamt: Schwerpunkt der Internet-Kriminalität ist Pornographie" WELT 17.2.00 S. 9
*
"TÜV-Experten setzen auf Vorbeugung / Internet-Führerschein
soll Datenautobahn sicherer machen
... Die Kongressteilnehmer waren sich einig, dass es mit Hilfe
der Technik bald gelingen werde, die Anonymität der Surfer im
Internet wenigstens zum Teil aufheben zu können. Uneinigkeit bestand
darin, welche Methoden künftig angewendet werden müssten. ...
forderte eine 'Internet-Polizei', die das Netz vollständig überwacht.
... Wenn das Internet wirtschaftlich genutzt werden solle, müsse der
Zugriff darauf reglementiert werden." HB 17.2.00 S. 25
*
"Sicher kaufen / Gütesiegel für Online-Händler
sollen das Misstrauen der Kunden beim Shoppen im Internet abbauen
... Das Europäische Handelsinstitut (EHI) erstellte Kriterien
für das Gütesiegel 'Geprüfter Online-Shop'. Sie gehen über
eine reine Kennzeichnung des Händlers hinaus und nehmen Einfluss
auf die Abwicklung der Online-Geschäfte. Das Siegel dürfen
nur solche Händler auf ihren Web-Seiten führen, die den damit
verbundenen Anforderungen genügen. ... Außerdem müssen
die Kundendaten verschlüsselt übertragen und die Datenschutzbestimmungen
eingehalten werden." BerlZtg 17.2.00 S. 20
*
"'Big Brother' auch in USA / CBS plant Reality-TV-Serie nach europäischem Vorbild" FR 17.2.00 S. 14
*
"Sicherheitskonzept für die Fußball-EM / Innenminister
verabreden gemeinsame Aktionen gegen Hooligans / 'Nie wieder Lens'
... ... Initiative in Deutschland, das Passgesetz zu verschärfen.
Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören unter anderem Meldeauflagen
und Gewahrsam zur Verhinderung von Ausreisen." Tsp 17.2.00 S. 31
"Konzept zur Sicherheit der Fußball-EM / Vier Länder vereinbaren Beobachtung von Hooligans" BerlZtg 17.2.00 S. 8
*
"Schleierfahnder in Schwaben erfolgreich
Das Polizeipräsidium Schwaben hat knapp zwei Jahre nach
der Öffnung der Grenze zwischen Österreich und Bayern
eine positive Bilanz bei der Schleierfahndung gezogen." SZ 17.2.00
S. 46
*
"Copyright bei Saatgut / Landwirte doch nicht
ganz gläsern
... Es geht um die Saatgut Treuhandverwaltungs-GmbH, eine Art
Gebühreneinzugszentrale oder Gema für Getreide- und sonstige
Saatgutsorten. Diese Treuhand GmbH treibt für die Pflanzenzüchter
Gebühren ein und fordert umfangreiche Auskünfte von den Bauern,
was sie auf ihren Äckern säen. ... Manche weigern sich, ihre
Daten offenzulegen, und werden verklagt. Das Braunschweiger Landgericht
gab gestern erstmals zwei Landwirten zum Teil Recht. Nach dem Urteil müssen
die Bauern der Treuhandverwaltung keine pauschalen Auskünfte über
ihre Ackerfrüchte geben." taz 17.2.00 S. 11
*
LOKALES
Berlin:
"Akteneinsicht ist Verwaltungsservice / Neues
Info-Recht: Innenbehörde wartet ab, 'wie scharf das Schwert ist'
Das Abgeordnetenhaus hat Bürgern mit dem neuen Informationsfreiheitsgesetz
(IFG) ein weitreichendes Recht auf Akteneinsicht in Berlin eröffnet.
... Als Tabubereiche nennt Koller 'noch laufende Verfahren, die Kernaufgaben
der Exekutive, also etwa die Beratungen des Senats, sowie Vorgänge,
die das Allgemeinwohl gefährden'. ... 'Die wirklich schwierige Gratwanderung
besteht eher darin, die Rechte Dritter zu schützen und nicht auszuhöhlen.
Der Datenschutz ist die maßgebliche Schranke des IFG.'
... 'Die Aktenauskunft gehört ab sofort zum Verwaltungsservice
dazu und wird von den Mitarbeitern mit erledigt. Die Innenverwaltung
hat alle Dienststellen frühzeitig auf die neue Rechtslage vorbereitet.
...'" MoPo 17.2.00 S. 31
*
"Klinikum verurteilt / Gericht entschied: HIV-Zwangstest
ist unzulässig
Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Wedding wurde das Universitätsklinikum
Rudolf Virchow zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe
von 6000 Mark an einen Patienten verpflichtet. ... Ein Mann aus der schwul-lesbischen
Bewegung wurde zu einer Notfallbehandlung in das Virchow-Klinikum
eingeliefert. Dort wurde gegen seinen ausdrücklichen Willen ein
Test auf HIV-Antikörper durchgeführt. ... In der Urteilsbegründung
sah das Gericht in dem ungewollten HIV-Test das Selbstbestimmungsrecht
und somit das Persönlichkeitsrecht des Klägers, wie es im Artikel
2 des Grundgesetzes festgelegt ist, verletzt." ND 17.2.00 S.
18
*
"Schulterhöhe und Kilo zählen / Grüne
mit Vorschlägen zur Hundeverordnung
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen des Abgeordnetenhauses
informierte gestern über ihre Vorstellungen zur Novellierung
der Berliner Hundeverordnung. Wesentliche Bestandteile des Entwurfs
der Grünen sind die Einführung eines polizeilichen Führungszeugnisses
und eines so genannten Hunde-TÜVs für alle Halter großer
Hunde." ND 15.2.00 S. 17
*
Brandenburg:
"Vorsichtige Kritik der SPD an Videoüberwachung
/ Innenminister Schönbohm (CDU) zeigt sich bei Verschärfung
des Polizeigesetzes kompromissbereit
... Er wolle die Diskussion mit dem Koalitionspartner 'pragmatisch
angehen', sagte Schönbohm. Er halte die Video-Überwachung 'für
richtig und wichtig', die Durchsetzung sei für ihn aber 'kein zentraler
Punkt'. Bevor er seinen Gesetzentwurf in die Ressort-Abstimmung gebe, warte
er einen Anfang Mai avisierten Bericht der Innenministerkonferenz zu diesem
Thema ab." BerlZtg 17.2.00 S. 32
*
Thüringen:
"Geheimdienst wollte Asylbewerber erpressen /
Kurden sollten zu Spitzeldiensten gezwungen werden
Kurdische Asylbewerber sollten nach Aussagen Betroffener vom
Thüringer Verfassungsschutz mit Erpressungen und Drohungen zu Spitzeldiensten
gezwungen werden. Den Kurden sei angedroht worden, sie abzuschieben, wenn
sie eine Zusammenarbeit verweigerten, erklärten drei Betroffene am
Mittwoch auf einer Pressekonferenz der PDS-Landtagsfraktion in Erfurt."
ND 17.2.00 S. 4
"Verfassungsschutz:
Kurdische Asylbewerber sollten nach Aussagen Betroffener
vom Thüringer Verfassungsschutz mit Erpressungen und Drohungen
zu Spitzeldiensten gezwungen werden." BerlZtg 17.2.00 S. 8
*
Hessen:
"Krebs muss gemeldet werden, aber Ärzte wissen
nichts davon / Landesärztekammer will Informationsmaterial nachreichen
/ Aufzeichnungen über Kranke sollen Vorbeugung verbessern
Hessen hat ein Krebsregister. Danach müssen im Regierungsbezirk
Darmstadt alle Erkrankungen gemeldet werden. Das Gesetz ist am 31. Dezember
1999 in Kraft getreten. Doch bisher sind die Krankenhäuser und Ärzte
darüber noch nicht informiert." FR 17.2.00 S. 29
*