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"Ausweise und Pässe bald digital und online
Passbilder und Unterschriften werden digital gespeichert. Datenschutzbedenken
... Die bundesdeutschen Meldebehörden wollen nach und nach ein neues
digitales Antragsverfahren für Pässe, Personalausweise und Führerscheine
einführen. ... Nach Angaben der Bundesdruckerei sind bei der Entwicklung
der neuen Software, mit der die Ausweisbehörden alle Ausweisdaten
samt Foto und Unterschrift online nach Berlin senden können, 'die
Bedenken der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder voll
berücksichtigt worden'. Der niedersächsische Datenschutzbeauftragte
Burckard Nedden reagierte verwundert auf diese Äußerung. ...
Durch das neue System werde auch bei der Bundesdruckerei eine zentrale
digitale Passbilddatei entstehen, ... Auch die digitale Speicherung der
Fotos bei den Meldebehörden habe eine andere Qualität als die
bisherige Archivierung von Passbildern, da digitalisierte Fotos viel schneller
und besser erschließbar seien. Ein Zugriff der Polizei auf Daten
der Bundesdruckerei sei ohne eine Gesetzesänderung allerdings nicht
möglich, betonte Nedden." taz 29.02.2000 S. 6
"Digitaler Antrag verkürzt Wartezeit auf Pässe" SZ 29.02.2000 S. 7
"Meldebehörden Online mit der Bundesdruckerei" HB 29.02.2000 S. 27
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"Die Wirtschaft hat´s gern Kryptisch
Suche nach Schutz vor Computerkriminalität ... Dr. Frank
Büllingen, Leiter der Forschungsabteilung >>Kommunikation und
Innovation<< am wissenschaftlichen Institut für Kommunikationsdienste
(WIK), Bad Honnef ... eröffnete im Vorfeld der CeBIT die Fachtagung
>>Verschlüsselung und Zertifizierung - Was planen Politik und
Wirtschaft zur Datensicherheit<<. ... Um den Unternehmen Datenschutz
und Datensicherheit schmackhaft zu machen, hat das Bundesamt für Sicherheit
in der Informationstechnik (BSI) die >>Common Criteria (CC)<<
entwickelt. ... Marcel Weinand vom BSI stellte das Baukastensystem der
CC vor, das bereits nach dem internationalen ISO-Standard 15408 zertifiziert
ist. Konkret umgesetzt werden digitale Signatur und Verschlüsselung
bislang nur in wenigen Musterprojekten. ... Für Büllingen ist
die Forderung klar: >>Jeder ist sein eigener Datenschützer<<."
ND 29.02.2000 S. 15
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"Datenrettung im Kanzleramt
Wie rekonstruiert man gelöschte Computerdateien?"
BerlZtg 29.02.2000 S. 18
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"Datengesetz soll im Internet entstehen
Modellprojekt für eine transparentere Demokratie ... SPD
und Grüne wollen die Bürger künftig über das Internet
stärker als bisher an der Reform von Gesetzen beteiligen. Wie der
Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion für neue Medien, Jörg
Tauss, am Montag erklärte, wird als Testlauf ab Mai die Reform des
Datenschutzrechts vollständig auf einer eigenen Internet Seite vollzogen.
... Das Datenschutzrecht biete sich als Testfall an, weil die meisten Interessierten
und Beteiligten Zugang zum Internet hätten, erklärte Tauss."
BerlZtg. 29.02.2000 S. 7
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"Der menschliche Körper wird zum Passwort
Biometrische Verfahren nutzen körperliche Merkmale zur Zugangskontrolle.
Wurden die Technologien bislang vor allem im Hochsicherheitsbereich eingesetzt,
so winkt in Zukunft die breite Anwendung im lukrativen Massenmarkt. Auf
der Cebit in Hannover werden die neuesten Produkte vorgestellt." HB
29.02.2000 S.27
"Gesicht statt Passwort
Das ideale biometrische Merkmal gibt es nicht" SZ 29.02.2000
S. V 2/12
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"Bankgeheimnis soll nicht verschärft werden
... Österreichs Banken sind skeptisch, ob sich das von
der OECD-Arbeitsgruppe gegen Geldwäscherei (FATF) erzwungene Ende
der anonymen Sparbücher in Östereich so einfach umsetzen lassen
wird. ... Sämtliche anonymen Sparbücher sollen laut Finanzminister
Karl-Heinz Grasser bis spätestens 30. Juni 2002 in legitimierte Guthaben
umgewandelt werden." HB 29.02.2000
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"Organisierter Asylmissbrauch
Mit falscher Identität sollen sich rund 500 Asylbewerber in
Bremen Millionenbeträge erschlichen haben. Ausländerbeauftragte
warnt vor Stimmungsmache ... Bundesdeutsche Sozialämter sind nach
Schätzungen der Bremer Innenbehörde durch organisierten Asylmissbrauch
um mehrere 100 Millionen bis zu einer Milliarde Mark betrogen worden. ...
Rund 500 Personen werden verdächtigt, statt ihrer türkischen
eine libanesische Staatsangehörigkeit angegeben zu haben. ... Die
Ermittlung dieser Fälle sei aber sehr schwierig, da das Einreisedatum
zumeist so weit zurückliegt, dass in vielen Fällen vom ersten Asylantrag
noch keine Fingerabdrücke vorliegen." taz 29.02.2000 S. 5
Bremen fordert von Schily Konsequenzen
Schulte: Koordiniert gegen Asylmissbrauch vorgehen ... Bremens
Innensenator Bernt Schulte (CDU) hat nach dem massiven Asylmissbrauch
und Sozialhilfebetrug in Bremen Konsequenzen gefordert. Er verlangt von
Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) eine zentrale Koordinierungsstelle
einzurichten. BerlZtg 29.02.2000 S. 7
Nur wenige Fälle von Asylbetrug in Berlin
... Nach dem Millionenbetrug von Bremen hat sich Berlins Ausländerbeauftagte
Barbara John zu Wort gemeldet. Man müsse 'jetzt darüber nachdenken',
ob es richtig sei, dass Asylbewerber nicht verpflichtet sind ihre Identität
nachzuweisen. ... Asylbewerber, so Frau John, werden in Berlin mit dem
automatischen Fingerabdruck-Erkennungssystem (AFIS) erfasst. Die 23 Berliner
Sozialämter sind vernetzt, wodurch verhindert wird, dass mehrfach
Leistungen bezogen werden können." MoPo 29.02.2000 S. 26
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LOKALES
Berlin
"Analphabeten sind unerwünscht
Die Tücken der 'Verdauungsarbeit': Vor der Einbürgung
steht der neue Sprachtest ... Wer Deutscher werden
will und nicht mindestens vier Jahre lang eine deutsche Schule besucht
hat, muss sich künftig an Berlins Volkshochschulen einem einheitlichen
Sprachtest unterziehen. ... Abgefragt werden das Leseverstehen sowie die
mündliche Ausdrucksfähigkeit. ... In der Praxis ist noch unklar,
ob in ganz Berlin künftig einheitliche Anforderungen gestellt werden.
So wird der Einbürgerungsbeamte zunächst überprüfen,
ob die geforderte Schulbildung vorliegt. ... Bei Nichtvorliegen bleibt
ihm aber auch die Option, eigenmächtig zu entscheiden, ob sein Gegenüber
genug Deutsch spricht, um nicht an die Volkshochschulen überwiesen
zu werden." Tsp 29.2.00 S. 10
"Einbürgerung nicht zum Nulltarif
Schulsenator und Ausländerbeauftragte stellen Sprachtest
für Einbürgerungswillige an Volkshochschulen vor, mit dem ab
März das Sprachverständnis geprüft werden soll." taz
29.2.00 S. 20
"Mit dem Sprach-Schnelltest zum deutschen Pass
Berlin legt bundesweit einmalige Deutsch-Prüfung vor / Ausländerbeauftragte:
100 000 haben Anspruch auf Einbürgerung" BerlZtg 29.2.00
S. 22
"Deutscher wird nur, wer Deutsch kann
Berlin stellt als erstes Bundesland Sprachtest für Ausländer
vor - Prüfung bei der VHS" WELT 29.2.00 S. 38
"18 Punkte auf dem Weg zum deutschen Pass
Schulsenat stellte Schnelltest zur Einbürgerung vor"
ND 29.2.00 S. 17
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"Videoüberwachung im Sozialamt geplant
Das Bezirksamt Neukölln prüft gegenwärtig die
rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten zur Videoüberwachung
des Sozialamtes." BerlZtg 29.2.00 S. 26
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Sachsen - Anhalt
"Null Toleranz für SPD-Polizeigesetz
Das Magdeburger Modell ist wieder einmal in der Krise. Doch diesmal
ist kein Kompromiss in Sicht ... Erweiterter Platzverweis, das Anbringen
von Videokameras an bestimmten Orten sowie 'lagebildabhängige Kontrollen'
- als Innenminister Manfred Püschel im vergangenen Herbst diese Eckpunkte
seines Entwurfes der SPD-Fraktion vortrug, stimmte eine große Mehrheit
zu. ... In der sogenannten Fünf-Plus-Fünf-Runde - eine Ersatz-Koalitionsausschuss,
in der SPD und PDS ihre gemeinsame Politik verabreden - wurde der Entwurf
dann aber wegen des Widerstandes der PDS auf die lange Bank geschoben."
taz 29.2.00 S. 7
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Brandenburg
"Scientology will Dokumente einsehen
Ruf nach Änderung des Akteneinsichtsgesetzes ... Bei drei
Ministerien der Landesregierung hat die Scientology-Sekte offiziell Einsicht
in amtliche Dokumente beantragt und damit das in Brandenburg geltende Akteneinsichtsrecht
für sich in Anspruch genommen. Sofort werden Stimmen laut, die das
bundesweit einmalige Akteneinsichtsrecht wieder einschränken wollen.
In den Anträgen habe die Sekte ein Interesse für wirtschaftliche
und finanzpolitische Vorgänge offenbart, teilte der stellvertretende
Regierungssprecher Manfred Füger mit. ... Die Sprecherin des Datenschutzbeauftragten,
Lena Schraut, wies darauf hin, dass keine Einschränkungen im Gesetz
vorgesehen sind. ... Vor einigen Monaten lobte Datenschutzbeauftragter
Alexander Dix, die Ergebnisse der Akteneinsicht seien ermutigend, Brandenburg
habe damit Neuland betreten und den 'Zug zu mehr Transparenz' bundesweit
angeführt. Behörden dürfen 'nicht so tun, als würden
sie Almosen verteilen', wenn sie die Einsicht gewähren. Zwar sei es
'praktisch', auch gleich im Antrag einen Grund für die Akteneinsicht
anzugeben, doch sei das 'nicht zwingend notwendig'." ND 29.2.00 S.
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