Privacy Magazine - Hauptseite Das Privacy Magazine "prima" wird vom Berliner Datenschutzbeauftragten zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen - an Wochentagen täglichen - Ausgaben enthalten eine Übersicht von datenschutzrelevanten Berichten der (von uns) ausgewählten Berliner und überregionalen (deutschen) Presse.

 

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Ausgabe vom 9. Februar 2000

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"Ethikbericht fordert Regeln für Gentests / Vorsitzende Regine Kollek: Patienten sollen vor Datenflut geschützt werden
... Regine Kollek, Vorsitzende des Ethikbeirats am Bundesgesundheitsministerium, sieht in der rasch wachsenden Früherkennung von Genkrankheiten 'sozialen und psychologischen Sprengstoff für Patienten und die Gesellschaft'. ... Einig ist sich das Expertengremium bislang darüber, dass klare Regelungen zum Datenschutz geschaffen werden müssen. So müsse verhindert werden, dass möglicherweise Versicherungen einem Kunden höhere Prämien für die Lebensversicherung abverlangen, weil aus seinem Gentest zum Beispiel ein hohes Risiko für Darmkrebs zu erkennen ist. ... Klare Regeln müsse es auch für die Weitergabe von Daten an Eltern oder andere Familienmitglieder geben. Für extrem wichtig hält Kollek, dass ausschließlich Mediziner Gentests durchführen dürfen. 'Gentests aus dem Internet darf es nicht geben', ... ." BerlZtg 9.2.00 S. 6

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"Big brother wacht unterwegs / Internetfähige Handys machen das Datenschnüffeln noch einfacher
... Das Handy hat jedoch meist einen eindeutigen Besitzer, für den obendrein bereits eine Bankvollmacht vorliegt. Daher konnten die weltweit über 215 Millionen Geräte gemeinsam mit einer Code-Nummer wie eine Kreditkarte als relativ sicheres, personalisiertes Zahlungsmittel genutzt werden: ... . ... Mit bis zu zwei Millionen Bit pro Sekunde kommen dann echte Multimedia-Anwendungen aufs Handy - und mit ihnen die elektronischen Helfer der Hacker und Daten-Schnüffler. ... ... im Dezember der 'A5/1 Algorithmus', der wichtigste Verschlüsselungs-Code des Mobilfunkstandards GSM, von israelischen Informatikern geknackt wurde. Damit können, zumindest im Prinzip, Daten und Gespräche wie bei einer Telefonleitung abgehört werden. ... Ein Viertel der US-amerikanischen Großunternehmen überwacht bereits heute die E-Mails seiner Mitarbeiter per direktem Server-Zugriff - ganz legal. Im elektronischen Zeitalter ist 'Privatsphäre' eben ein relativer Begriff. Daran werden sich zumindest die Handy-Benutzer gewöhnen müssen." Tsp 9.2.00 S. 8

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"Hacker-Angriff legt Suchdienst Yahoo lahm / Attacke dauerte drei Stunden
... Nach Angaben von Yahoo sind die Hacker nicht in die Computer eingebrochen und hätten keinen Zugang zu Daten erhalten." Tsp 9.2.00 S. 32

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"Surfen mit Risiko / Wenn Arbeitnehmer im Büro privat das Internet nutzen, kann es den Job kosten
... US-Arbeitgeber ... : Mit Filterprogrammen untersuchen sie die ein- und ausgehende elektronische Post auf anstößige Wörter. Hier zu Lande geraten Unternehmen, die sich mit E-Mail-Kontrollen vor schwarzen Schafen schützen wollen, schnell mit Datenschützern in Konflikt. Noch ist die Rechtslage unklar. Um sicherzugehen, müssen die Firmen die rein dienstliche Nutzung des Internets über den Arbeitsvertrag oder Betriebsvereinbarungen regeln." Computer & Co 2/2000 9.2.00 S. 30 ff.

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Berlin:

"Verfassungsschutz prüft mit / Einbürgerung: Bezirke nutzen Ermessensspielraum
... Wilmersdorfer Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ... ... ... die CDU-Fraktion setzte die Regelanfrage mit ihrer Mehrheit von 16 Stimmen in der BVV durch. Auch in der Charlottenburger BVV konnte die CDU sich mit einer Stimme Mehrheit durchsetzen. ... Bezirksbürgermeisterin Monika Wissel (SPD) ... will dem BVV-Auftrag nicht folgen." Bezirksjournal Berlin - Charlottenburg Wilmersdorf - 9.2.00 S. 1

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