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"Der Staat soll alles sehen / Union diskutiert
Straßenüberwachung per Video / 'Kein Recht, unerkannt durch
die Stadt zu gehen'
... Der Entwurf, der jetzt in der Union auf Bundesebene
diskutiert wird, sieht vor, Videokameras deutlich sichtbar an bekannten
Brennpunkten zu installieren, wie Bosbach erläutert, 'Plätze
mit regem Drogenhandel, Taschendiebstahl und U-Bahn-Eingänge'. Die Videoaufnahmen
sollen nach spätestens 24 Stunden wieder gelöscht werden, falls
keine Strafanzeige eingeht. Der Entwurf, dessen rechtliche Grundlage
im ohnehin zu novellierenden Bundesdatenschutzgesetz geschaffen werden
könnte, sei auch mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten abgestimmt.
... Zwar könne verstehen, dass nicht jeder gerne beim Stadtbummel
auf einem Polizeivideo festgehalten werden möchte. Es gehe ihm aber
um die Bürger, 'die bestimmte Plätze aus Angst vor Kleinkriminalität
meiden ... .'" Tsp 12.3.00 S. 1
"Union will Straßen per Video überwachen
lassen / Konzept der CDU/CSU zur Kriminalitätsbekämpfung
... Die Union will in ganz Deutschland Straßen und Plätze
mit Video-Kameras überwachen lassen, um so 'Kriminalitätsbrennpunkte
zu entschärfen'. Die Video-Aufnahmen, auf die die Passanten ausdrücklich
hingewiesen werden, sollen spätestens nach 24 Stunden wieder gelöscht
werden, falls keine Strafanzeige eingeht. ... Beim großen Lauschangriff
will die Union die Ausnahmen zu Gunssten von Ärzten, Anwälten,
Steuerberatern und Journalisten wieder abschaffen. Die Regelung habe 'abhörfreie
Räume' geschaffen, in die sich organisierte Kriminalität zurückziehen
könne. Zusätzlich wird der Spähangriff, also Wohnungsüberwachung
mit Kameras, gefordert. In ganz Deutschland sollen verdachtsunabhängige
Kontrollen erlaubt werden. Der Verfassungsschutz soll die Polizei
bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität unterstützen." SZ 11./12.3.00
S. 1
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"Neue Gesetze für Terroristen?
... Wie die Bundestagspressestelle am Freitag in Berlin
mitteilte, prüfen Regierung und Landesjustizverwaltungen derzeit,
ob die Vorschrift bezüglich terroristischer Vereinigungen im Strafgesetzbuch
aufgehoben oder verändert werden soll. Gleiches gelte für die
gesetzlichen Regelungen zur Kontaktsperre und zu Überwachungsmaßnahmen." ND 11.3.00
S. 4
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LOKALES
Berlin:
"Datenschützer wiedergewählt
Hansjürgen Garstka ist am Donnerstag vom Abgeordnetenhaus
als Berliner Datenschutzbeauftragter wiedergewählt worden."
ND 11.3.00 S. 9
"Datenschutz / Garstka wiedergewählt" WELT 11.3.00 S. 42
"Datenschützer wiedergewählt" taz 11.3.00 S. 21
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"Gentest ohne Richterspruch möglich / Justiz-Staatssekretär
Rauskolb kündigt Verfahrensänderung an
Noch in diesem Monat können Gentests auch in Berlin ohne
vorherige richterliche Zustimmung erfolgen. Das sagte Justiz-Staatssekretär
Diethard Rauskolb (CDU) am Samstag dem Radiosender Hundert,6. ... Insgesamt
sei die 1999 begonnene Ermittlungstätigkeit mit Hilfe der bundesweiten
Gendatei in Berlin zufriedenstellend angelaufen." Tsp 12.3.00 S. 10
"Gentests ohne Zustimmung
Noch in diesem Monat können Gentests zur Verbrechensbekämpfung
auch in Berlin ohne vorherige richterliche Zustimmung erfolgen. ... Allerdings
müssen die Betroffenen belehrt werden und sich mit der Speicherung
ihrer Daten in der Gendatei einverstanden erklären." MoPo 12.3.00
S. 33
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"Stasi-Überprüfung: PDS-Fraktion sitzt
zum ersten Mal mit im Boot / Einstimmiger Parlamentsbeschluss zur
Einrichtung eines Ehrenrates
Zum ersten Mal seit der Vereinigung Berlins haben
sich alle Fraktionen im Landesparlament auf ein gemeinsames Verfahren
zur Stasi-Überprüfung der Abgeordneten geeinigt." Tsp
11.3.00 S. 14
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Sachsen-Anhalt:
"Lautes Knirschen im Magdeburger Modell / PDS-Bundesspitze schaltet sich in Streit um Polizeigesetz ein" Tsp 12.3.00 S. 6
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