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"Datenschutz / Videoüberwachung trifft
zunehmend auf Kritik
Die Kritik an der vom stellvertretenden Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Jürgen Rüttgers, angeregten Videoüberwachung öffentlicher
Plätze in Innenstädten wächst. ... Die Datenschutzbeauftragten
von Bund und Ländern hatten am Mittwoch der Videoüberwachung
eine deutliche Absage erteilt. Der Präsident des Deutschen
Städtetages, Hajo Hoffmann, sprach von einer 'Fehltentwicklung'." FR 17.3.00
S. 4
"Wildwuchs bei der Videoüberwachung
Die Videoüberwachung im öffentlichen Raum wird
heftig diskutiert. Auf Privatgelände sind Beobachtungskameras gang
und gäbe. 'Da haben wir einen ungeheuren Wildwuchs', sagt Ulrike Müller,
die Sprecherin des hessischen Datenschutzbeauftragten. Das neue Bundesdatenschutzgesetz
soll den Einsatz der Kameras regeln." FR 17.3.00 S. 31
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"EU-Parlament fordert einklagbare Grundrechte
... Nach Auffassung der Europa-Abgeordneten sollte die EU-Charta
auch 'politische, soziale und wirtschaftliche' Grundrechte auflisten, die
in der Europäischen Menschenrechtskonvention nicht enthalten sind.
Außerdem müsse der 'innovative' Text Schutzmechanismen gegen
Missbräuche durch neue Technologien, vor allem im Bereich von Gentechnik
und Kommunikation, enthalten." WELT 17.3.00 S. 9
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"Wenn der Fingerabdruck zum Geldabheben reicht
/ Fachhochschulstudenten testen biometrische Verfahren der Identifizierung
/ Schutz vor Missbrauch
... Sie wollen herausfinden, ob individuelle biometrische Merkmale
wie Fingerabdrücke oder die Iris der Augen Geheimnummern und
Passwörter bei der Zugangskontrolle zu Konten und Gebäuden ersetzen
können, ohne dass der Datenschutz dabei auf der Strecke bleibt.
... Viel wird davon abhängen, wie glaubhaft vermittelt werden kann,
dass bei jedem der eingesetzten biometrischen Verfahren die Identität
des Kartenbenutzers lediglich mit der auf der Karte angegebenen verglichen
und nicht anhand einer Datenbank ermittelt wird. 'Das ist der Grundsatz
bei dieser Anwendung', erklärt Roth. Nach der Zugangskontrolle werden
alle Daten gelöscht. Aufschlüsse über das Verhalten
von Kunden oder Mitarbeitern sollen, wie vom Verbraucher- und Datenschutz
gefordert, nicht möglich sein." FR 17.3.00 S. 32
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"T-Online
darf beim Börsengang nicht Aktien bevorzugt an Kunden vergeben,
die an einer Kundenbefragung teilnehmen. Das entschied das Landgericht
Hamburg." HB 17.3.00 S. 1
"T-Online bei Wahl des Börsensegments wankelmütig" HB 17.3.00 S. 39
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"Verspekuliert und glattgestellt:
Geldwäschegesetz: 'Wir teilen Ihre Auffassung, daß
die Verlautbarung des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen (BAKred)
über Maßnahmen der Kreditinstitute zur Bekämpfung und Verhinderung
der Geldwäsche vom 30. März 1998 datenschutzrechtlich nicht unbedenklich
ist. Dies gilt insbesondere für die von dem BAKred gewünschte
Umsetzung der Verlautbarung.' Dies ist der Kernsatz einer dreiseitigen Stellungnahme
des 'Berliner Beauftragten für Datenschutz und Akteneinsicht'.
Schon vor zwei Wochen hatten wir darauf hingewiesen, daß entgegen
den Behauptungen des BAKred und etlicher Ministerien es gerade keinen generellen
'Freibrief' der Datenschutzbeauftragten für die derzeitige Handhabung
des Geldwäschegesetzes gibt ... . Wir werden auf die dezidierten Bedenken
der Berliner ebenso wie auf die Bedenken des Landesbeauftragten für
den Datenschutz der Freien Hansestadt Bremen und des Thüringer
Landesbeauftragten für den Datenschutz noch ausführlich
zurückkommen." Bank intern Nr. 11/00 S. 4
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LOKALES
Berlin:
"GEW beschließt Schulstreik
Am 12. April soll an den Schulen flächendeckend gestreikt
werden. Das beschlossen gestern der Landesvorstand und die Basis der Gewerkschaft
Erziehung, und Wissenschaft (GEW). Der Grund: die Arbeitszeitverlängerung
der Lehrer um eine Stunde. ... Die Schulverwaltung wies darauf hin,
dass ein Streik 'nicht akzeptabel' sei. ... Ein Sprecher sagte, dass Beamte
mit einem Eintrag in die Personalakte rechnen müssten." taz 17.3.00
S. 19
"Berliner Lehrer streiken am 12. April / Elterninitiative fordert Umdenken des Senats" ND 17.3.00 S. 17
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Brandenburg:
"Altenverwahrung / Keine Fußfesseln
Elektronische Fußfesseln werden laut dem brandenburgischen
Sozialminister Alwin Ziel (SPD) nicht in Alten- und Pflegeheimen eingesetzt."
taz 17.3.00 S. 7
"Keine elektronischen Fußfesseln
... Solche Fesseln 'hätten in Brandenburg keine Genehmigungschance',
sagte Gesundheitsminister Alwin Ziel (SPD)." NE 17.3.00 S. 20
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Hessen:
"Ordnungsamt hat keine Pläne zur Videoüberwachung
/ Landesregierung will den Kommunen dass Recht einräumen / In Betracht
kommen Zeil, Haupt- und Konstablerwache
... Innenminister Volker Bouffier (CDU) sieht im Einsatz
der Kameras ein probates Mittel, um die Kriminalität an bestimmten
Brennpunkten bekämpfen zu können. ... Die erste Lesung und die Anhörung
vor dem Landtag haben bereits stattgefunden. Dabei, so Ministeriumssprecher
Bußer, sei erörtert worden, auch den Ordnungsbehörden der
Kommunen das Recht zur Videoüberwachung einzuräumen. ... Das
bislang einzige Projekt in dieser Richtung, das unabhängig von
der anstehenden Gesetzesänderung auf den Weg gebracht wurde, liegt
bis auf weiteres auf Eis. Das Ordnungsamt wollte den Kaisersack am Hauptbahnhof
mit einer Videokamera überwachen. ... Der hessische Datenschutzbeauftragte
hatte das Vorhaben bereits abgesegnet. ... Der hessische Datenschutzbeauftragte
will der Videoüberwachung durch die Kommunen nur unter strengen
Auflagen zustimmen. Dessen Sprecherin Ulrike Müller sagte, die Persönlichkeitsrechte
des Einzelnen müssten gewahrt werden. 'Wir wollen nicht, dass die
Städte überall Kameras aufhängen und man sich nirgendwo
mehr unbeobachtet bewegen kann', sagte Müller. Dies wäre 'ein
Horrorszenario'." FR 17.3.00 S. 29
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