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"Big Brother macht das schon / Ob Bahnhof, Kaufhaus
oder Spielplatz: Videoüberwachung gehört längst zum Alltag
- und die Datenschützer sind erstaunt, weil viele Menschen gar
nichts dagegen haben
... Videoüberwachung avanciere zum 'Allheilmittel' für
Problemschulen, Problemplätze, Problemhäuser und Problemfriedhöfe.
Der jüngste Datenschutzbericht behandelt das Thema als Schwerpunkt.
Die Akzeptanz in der Bevölkerung sei erstaunlich hoch, heißt
es darin. Bedenken um den Schutz der Privatsphäre gibt es kaum." Tsp
19.3.00 S. 12
"SPD unter Beobachtung / Geht es um den Dauerbrenner Videoüberwachung, ist die CDU zuversichtlich geworden, dass die SPD in Bälde einknicken wird. Es wäre nicht das erste Mal. Doch noch geben sich die Sozis standhaft" taz 18.3.00 S. 26
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"Im Nebel der Geheimhaltung / Über Rüstungsexporte entscheidet ein streng abgeschottetes Gremium: Der Bundessicherheitsrat. Eine Kampagne für mehr Offenheit soll das ändern" taz 18.3.00 S. 5
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"Gauck: Stasi setzte radioaktive Substanzen
ein
... Dem Untersuchungsergebnis zufolge setzte das Ministerium
für Staatssicherheit seit den siebziger Jahren radioaktive Markierungen
ein. Papiere, Geldscheine und auch Menschen seien mit geruch- und farblosen
Stoffen kenntlich gemacht worden, um sie kontrollieren zu können." Tsp
18.3.00 S. 4
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"Stasi-Liste zu Recht veröffentlicht / Bundesverfassungsgericht
stützt politische Aufarbeitung
Die Veröffentlichung einer Liste mutmaßlicher Stasi-Spitzel
durch das Neue Forum fällt unter das Recht auf Meinungsfreiheit,
entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in einem am Freitag
veröffentlichten Kammerbeschluss. Das vom Bundesgerichtshof (BGH)
verhängte Verbot der Veröffentlichung wurde aber nicht aufgehoben,
weil kein grober Verfassungsverstoß vorliege und das Neue Forum
kein Interesse mehr an der Veröffentlichung habe." BerlZtg
18./19.3.00 S. 6
"Neues Forum durfte Spitzelliste auslegen
... Dies entschied das Bundesverfassungsgericht. Das vom
Bundesgerichtshof verhängte Verbot der Veröffentlichung wurde
indes nicht aufgehoben." MoPo 18.3.00 S. 2
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"Der gläserne Mieter / Nicht alle Fragen
des Vermieters vor der Vertrags-Unterzeichnung sind berechtigt
... Mancher Hausbesitzer möchte einen potenziellen Mieter
geradezu durchleuchten, nicht nur über dessen finanzielle Verhältnisse
informiert sein, sondern auch noch über familiäre, soziale und
persönliche Umstände. Das kann zulässig sein. Doch manches
Auskunftsbegehr geht schlechterdings zu weit, wie schon vor einigen Jahren
der Berliner Datenschutzbeauftragte in einem amtlichen Großversuch
erkannte: 'Bei der Überprüfung der verwendeten Fragebögen
mussten wir feststellen, dass nur wenige den gesetzlichen Vorgaben
entsprachen.'" Tsp 18.3.00 S. 121
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LOKALES
Berlin:
"Vorsicht Kamera - In Leipzig gingen Autoaufbrüche
um die Hälfte zurück / Während sich in Berlin die Politiker
nicht einig werden und die Datenschützer protestieren, senken in Sachsen
Polizei-Videos die Verbrechensrate
... Die Innenverwaltung blickt neidisch auf die Kollegen
im schönen Sachsen, denn das Berliner Sicherheits- und Ordnungsgesetz
erlaubt keine dauerhafte Videobeobachtung im öffentlichen Raum
durch die Polizei. Innensenator Eckart Werthebach (CDU) will das ändern.
... Und anders als in Leipzig hält es Verwaltungssprecher Stefan Paris
auch für sinnvoll, die Straßenszenen durchgängig auf Videoband
oder eine digitale Festplatte mitzuschneiden ... . ... Die Berliner Datenschützer
laufen gegen diese Pläne Sturm. Für sie kommt eine Rund-um-die-Uhr-Aufzeichnung
durch die Polizei gar nicht in Frage. 'Schließlich würden da
ja massenweise Menschen gefilmt, von denen jeder Einzelne ein
Recht am eigenen Bild besitzt', empört sich Datenschutz-Sprecher Volker
Brozio. ... Auch die SPD-Fraktion hält nichts von den Überwachungsplänen
der CDU und hat sich damit bereit einen handfesten Krach mit dem Koalitionspartner
eingebrockt." MoPo 18.3.00 S. 30
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"Detektive gegen Kläffer ? / Senat
will illegal gehaltene Hunde aufspüren und die Steuer kassieren /
Die Dunkelziffer wird auf bis zu 30 000 Tiere geschätzt
... Derzeit stehen in der Finanzverwaltung mehrere Vorgehensweisen
zur Diskussion: Entweder könnten Beamte vermehrt ausschwärmen,
um im Tiergarten oder anderen Auslaufgebieten die Hunde und ihre Halter
zu überprüfen. Ein anderes Konzept sieht vor, private Firmen
mit dem Aufspüren illegal gehaltener Hunde zu beauftragen." Tsp
18.3.00 S. 12
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