[Abkürzungen der
ausgewerteten Tageszeitungen] [NEU: Zur
Suche über alle bisherigen Ausgaben]
[Überblick über sonstige Veröffentlichungen
zum Datenschutz][Hauptseite]
*
"Big Brother in Rom
Die kürzlich im Zentrum Roms installierten Überwachungskameras,
darunter auf dem Petersplatz, am Bahnhof Termini sowie an wichtigen historischen
Monumenten, müssen vorerst abgeschaltet werden. Italiens Datenschützer
erklärten die Videoaufnahmen für ungesetzlich, weil sie die Privatsphäre
der Menschen verletzten." SZ 21.3.00 S. V 2 / 8
*
"Big Brother im Betrieb / Unternehmen, die ihre
Mitarbeiter kontrollieren wollen, wandeln juristisch auf einem schmalen
Grat
... 'Ein Mitlesen der E-Mails ist wohl zulässig, wenn ein
Unternehmen ausschließlich eine dienstliche Nutzung des Internets
erlaubt', sagt Arbeitsrechtler Michael Kliemt. ... Bislang gibt es zum
Thema Überwachung der Internetnutzung in Unternehmen so gut wie keine
Rechtssprechung. ... Will ein Unternehmer seine Mitarbeiter dagegen
mit Hilfe von technischen Geräten überwachen, muss er erst mit
dem Betriebsrat verhandeln und eine allgemeine Regelung vereinbaren.
Sonst ist es unzulässig, sämtliche Telefonate mitzuschneiden
- selbst wenn die Firma private Anrufe verboten hat. ... Auch das
nicht angekündigte Lautstellen des Telefons verschafft keine juristisch
brauchbaren Zeugen, sondern stellt einen Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht
des Menschen am anderen Ende der Leitung dar. ... Soll etwa eine Kamera
den Ausstoß einer Maschine überprüfen und erfasst
dabei zugleich einige nebenan beschäftigte Arbeiter, so bedarf es
einer Betriebsvereinbarung." SZ 21.3.00 S. V 2 / 15
*
"Verschlüsselung mit neuem Protokoll / Drahtlose Sicherheit mit Wap" FAZ 21.3.00 S. T 2
*
"T-Online will Kunden trotz Gerichtsentscheid
bevorzugen
... Die Befragung über T-Online werde weiterhin durchgeführt,
bestätigte ein Telekom-Sprecher." WELT 21.3.00 S. 14
"T-Online
hält daran fest, Kunden, die an einer Befragung über
das Unternehmen teilnehmen, bei der Aktienvergabe zu bevorzugen." HB 21.3.00
S. 1
*
"Tele-Info-Verlag darf weiter Häuser fotografieren
... Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe wies in seinem
aktuellen Urteil den Antrag eines Hauseigentümers aus Bad Säckingen
ab. ... Der Freiburger Senat des OLG begründete sein Urteil in
dem Eilverfahren mit mangelnder Dringlichkeit. ... Die Richter ließen
allerdings ausdrücklich offen, ob - wie der Kläger geltend macht
- das Eigentums- oder Persönlichkeitsrecht verletzt und deshalb ein
Unterlassungsanspruch begründet sei. ... Das Landgericht Waldshut-Tiengen
hatte den Eilantrag des Eigentümers unter anderem mit dem Hinweis
auf die Rechtslage abgewiesen. ... Auch ein Verstoß gegen datenschutzrechtliche
Regelungen liege nicht vor. Die Aufnahme einer Außenansicht lasse
keine Rückschlüsse auf die Privatsphäre der Besitzer zu." WELT 21.3.00
S. 19
*
"Krebskongress / Informierter Patient wird
Partner des Arztes / 5000 Experten beraten Entwicklungen der Therapien
... Die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Dagmar Schipanski,
hob das Recht und die Pflicht des Arztes zur Information der
Bevölkerung hervor. Gerade in einer Zeit der unbegrenzten Informationen
durch das Internet sei es wichtig, dass die Patienten in verständlicher
Sprache aufgeklärt würden. Nur ein richtig informierter
Patient werde zum Partner des Arztes." ND 21.3.00 S.
4
*
LOKALES
Berlin:
"Des Gefangenen neue Kleider / Der Bund Deutscher
Kriminalbeamter in Berlin und Brandenburg fordert 'markante' Kleidung
für Gefängnisinsassen. Damit soll die Flucht erschwert und das
Einfangen erleichtert werden
... Damit Gefangene deutlicher als solche zu erkennen sind,
fordert der BDK eine 'markantere Anstaltskleidung', die deutlich von
der Alltagskleidung zu unterscheiden ist." taz 21.3.00 S.
20
Kommentar:
"Neue Knackimode / Schulung statt Klamotten"
taz 21.3.00 S. 19
*
"Kameras gegen Vandalen? Weddinger Bücherei
ständig Ziel von Zerstörungswut / CDU für Videoüberwachung
Mittels Video-Überwachung soll der Vandalismus an der Zentralbücherei
am Luisenbad gestoppt werden. Dies will die CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung
durchsetzen. ... Joachim Gassert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender,
sieht darin für das Gebäude den größtmöglichen
Schutz. 'Vandalismus kann man nicht verhindern, aber das Video lässt
sich von der Polizei auswerten, so dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft
gezogen werden können.' ... Der zuständige Volksbildungsstadtrat
Rainer Sauter hält von dieser Aufrüstung nichts. ... Die Kosten
für eine derartige Überwachung seien so hoch, dass es 'faktisch
nichts nütze'. ... Sauter ist für eine Bekämpfung der Ursachen.
'Die Täter sind Jugendliche, die auf sich aufmerksam machen wollen
und die keine Verantwortung für Sachen übernehmen können.'"
Tsp 21.3.00 S. 18
*