Privacy Magazine - Hauptseite Das Privacy Magazine "prima" wird vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Akteneinsicht zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen - an Wochentagen täglichen - Ausgaben enthalten eine Übersicht von ausgewählten Berichten der Berliner und überregionalen Presse.

 

[Weitere Ausgaben] [Zur Suche über alle bisherigen Ausgaben]
[Überblick über sonstige Veröffentlichungen zum Datenschutz] [Abkürzungen der ausgewerteten Tageszeitungen]

Ausgabe vom 25./26. März 2000

*

"Ich nicht, mir reicht's
... Um der allfälligen Kriminalität auf Straßen, Plätzen, Schulhöfen und sonstigen Orten des Verbrechens Herr zu werden, sollen Videokamers alle unsere Bewegungen festhalten, ob wir denn - wie offenbar üblich - mit unserer Knarre lustwandeln oder uns eine Spritze setzen. England, die Heimat George Orwells, so versichern unsere großen Brüder, setzt jetzt schon dreihunderttausend Videokameras zur Kontrolle seiner Bürger ein, ihre Zahl werde alsbald auf eine Million aufgestockt, so dass nach Berechnungen der Datenschützer künftig Leben und Treiben jedes fünfzigsten Untertans Ihrer Majestät unter Kontrolle stehen, fantastisch. ... Alle möglichen Präventionen gegen das gemeine Verbrechen lassen sich denken, selbst die, die Präsenz der Polizei zu verstärken, ... . Nur eines lässt sich gewiss in einer friedlichen Bürgerrepublik nicht denken: Uns alle gemeinschaftlich in Verdacht zu nehmen, wir hätten etwas pexiert oder könnten etwas pexieren." BerlZtg 25./26.3.00 S. 4

*

"Not-Aufnahmen / RTL zeigt Ärzte und Polizisten bei der Arbeit. Gegen diese Doku-Soaps ist 'Big Brother' harmlos
... Da flitzen Chirurgen des Unfallkrankenhauses Berlin-Marzahn zwischen ihren blutenden und ohnmächtigen Patienten hin und her, Schwerverletzte werden, von Kameras begleitet, in den OP getragen. ... Jeder, der hier gefilmt wurde, habe zuvor sein Einverständnis gegeben, heißt es ... . ... Die abgefilmten Menschen werden zu Objekten der Unterhaltungsindustrie degradiert - mit freundlicher Unterstützung staatlicher Institutionen." BerlZtg 25./26.3.00 S. 22

*

Berlin:

"Das unterschätzte Krebsregister / Berlin überlegt, Meldepflicht einzuführen" MoPo 25.3.00 S. 5

*