Privacy Magazine - Hauptseite Das Privacy Magazine "prima" wird vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Akteneinsicht zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen - an Wochentagen täglichen - Ausgaben enthalten eine Übersicht von ausgewählten Berichten der Berliner und überregionalen Presse.

 

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Ausgabe vom 27. März 2000

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"Bewusstsein für Datenschutz wächst
Der Handel im Internet bietet ideale Möglichkeiten, die Vorlieben und Gewohnheiten der Kunden auszuforschen. In den USA wird man sich des Problems nur langsam bewusst." HB 27.3.00 S. 15

"Bewusstsein für Datenschutz in den USA wächst langsam / Ein Übereinkommen zwischen EU und den Vereinigten Staaten soll das Vertrauen der Verbraucher in den E-Commerce stärken
... ...Entwurf eines Übereinkommens zwischen der EU und den USA, das gemeinsame Standards zum Datenschutz im Internet festlegt. ... 'Safe Harbour' heißt das Zauberwort, das die Einigung endlich ermöglichte: US-amerikanische Unternehmen, die sich freiwilligden Grundsätzen des Datenschutzes unterwerfen, sollen mit einem entsprechenden Zertifikat um das Vertrauen der Verbraucher werben können. ... Die 'Safe Harbour Principles' sind auf Kreditauskunfteien oder Hotel-Reservierungssysteme anwendbar - nicht aber auf die Datenspuren, die der E-Commerce-Kunde im Netz hinterlässt." HB 27.3.00 S. 29

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"Kein Hausrecht im Online-Chatroom / Betreiber kann einzelnen Chattern nicht ohne weiteres Teilnahme verbieten
... Landgericht Bonn ... (Az.: 10 O 457/99 ...). ... Die Teilnahme am Chat sei ohnehin anonymisiert. Daher sei es allein Sache des Nutzers, welchen Namen und welchen Zugangsrechner er verwende. Hätte der Betreiber dies vermeiden wollen, hätte er die freie Wahl des registrierten Namens ja einschränken können." HB 27.3.00 S. 55

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"Russland / Geheimdienst will E-Mail mitlesen
... Alle Betreiber von Online-Servern in Russland sollen gezwungen werden, auf ihren Systemen eine neue Software des Nachrichtendienstes zu installieren. Diese soll dem FSB jederzeit einen Zugriff auf alle Inhalte und technischen Informationen ermöglichen. ... Der FSB begründet seine neuen Maßnahmen mit dem Schutz vor Kriminalität." BerlZtg 27.3.00 S. 18

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"Code von Gates geknackt:
Der 18-jährige Brite ... G.(...) hat angeblich den Geheimcode des Microsoft-Gründers Bill Gates geknackt. Der junge Computer-Freak behauptete in der britischen Sonntagszeitung 'Sunday Telegraph', auch noch die Informationen von mehreren tausend anderen Kreditkarten entschlüsselt zu haben." BerlZtg 27.3.00 S. 18

"Hacker gelangen an Bill Gates' Kreditkartenkonto / 18-jähriger Junge aus Wales wegen Internet-Betrugs festgenommen" Tsp 27.3.00 S. 32

"Hacker knackt Gates' Kreditkarten-Konto" FR 27.3.00 S. 22

"Brite knackt angeblich Code der Kreditkarte von Bill Gates" FAZ 27.3.00 S. 13

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Brandenburg:

"Mit Videokameras gegen Kriminelle? / Widerstand bei Polizisten und Datenschützern
... Der GdP-Bundesvorsitzende Norbert Spinrath vergleicht mit Scheinmedikamenten, die keine Wirkstoffe enthalten: 'Die Forderung nach Videoeinsatz ist bloße Placebo-Politik.' ... 'Der unbeschränkten Überwachung steht das vom Grundgesetz geschützte Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit entgegen', so der Landes-Datenschutzbeauftragte Alexander Dix. Die ständige Bewachung durch Videokameras könne zu 'Verhaltensverzicht' bei Erlaubtem führen. Für die Datenschützer nicht immer ohne Grund. Ein peinlicher Fall aus Berlin belegt das: Nach einem Treffen mit Elternvertretern hatte der Schulrat eines Berliner Bezirkes mit einer Begleiterin die Tiefgarage aufgesucht. Im Kraftfahrzeug vergnügten sie sich aneinander - ohne Wissen, dass die Garage mit einer Kamera überwacht wird. Der Hausmeister überprüfte am nächsten Tag die aufgezeichneten Bänder. Obwohl nichts Verdächtiges zu finden war, löschte er sie nicht. Auf verschlungenen Pfaden gelang die Aufnahme dann bis zum Bezirksbürgermeister. Inzwischen befasst sich der Berliner Datenschutzbeauftragte mit dem Fall." MoPo 27.3.00 S. 34

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