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Tageszeitungen]
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"Zusammenstellung der Stasi-Abhörunterlagen
hat begonnen
Gauck will 'Handakte Kohl' anlegen lassen
Altkanzler droht dem Behördenchef mit 'riesigem Skandal', falls
die Abhörorotokolle herausgegeben werden ... Mit Handakten bezeichnet
Gauck Akten, in denen Informationen über eine Person zusammengefasst
sind - auch kopierte Blätter aus Personen - und Sachakten völlig
anderer Zusammenhänge. ... Derzeit liege nur ein Antrag Kohls auf
Akteneinsicht vor. Die Abhörprotokolle seien aber noch nicht einsichts-
oder herausgabefertig erschlossen. Dies werde mit Sicherheit noch einige
Wochen dauern. ... Vor der Kritik an seiner Person und am Stasi-Unterlagengesetz
zeigte sich Gauck unbeeindruckt. Von Anfang an haben es Kritiker gegeben,
die die Stasi-Akten lieber vernichtet gesehen hätten. Und es habe
immer eine Allianz dieser Kritiker mit 'Altlinken' gegeben, denen der Daten-
und Persönlichkeitsschutz wichtiger sei als die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit
mittels der Stasi-Akten." SZ 15./16.4.00 S. 1
"Kohls Pflicht, seine Stasi-Akten zu öffnen
Wer das Vertrauen in die Lauterkeit der Politik beschädigt
hat, muss es auch wieder festigen ... Geht es Helmut Kohl also um Spurenverwischung?
Diesem Eindruck sollte er vehement entgegentreten - und zwar nicht dadurch,
dass er sich abwehrend auf die Akten hockt, sondern indem er sie den Untersuchungsbehörden
zugänglich macht und öffnet." SZ 15./16.4.00 S. 4
"Stasi-Akten angeblich aufgekauft
Bayerns Verfassungsschutz soll Dossiers abgeschrieben haben
... Rund 500 brisante Abhörprotokolle und Dossiers der
Stasi über westdeutsche Politiker und hohe Beamte soll sich das bayerische
Landesamt für Verfassungsschutz im Frühjahr 1990 beschafft haben.
Abtrünnige Stasi-Offiziere seien von den Bayern mit Bargeld und Job-Angeboten
zum Diebstahl kompromittierender Akten aus dem Stasi-Archiv veranlasst
worden, meldete das Magazin Focus am Freitag. ... Laut Focus ergibt sich
aus den Unterlagen, dass der heutige Bundeskanzler Gerhard Schröder
(SPD) von der Stasi bereits 1978 bespitzelt wurde, als er Juso-Vorsitzender
war. Unter dem Stichwort 'Parteifreund I' ... SPD-Politiker Johannes Rau,
Björn Engholz, Oskar Lafontaine und Hans-Jochen Vogel gesammt worden
sein." FAZ 15.4.00 S. 1
"'Jeder dritte Mitarbeiter wurde abgehört'
... Als es die DDR noch gab und die Stasi-Lauscher in westdeutsche
Telefonnetze eindrangen, war es mit der Sicherheit nicht weit her. Rund
40000 Anschlüsse in der Bundesrepublik habe das MfS ständig kontrolliert,
sagt Frisch. Jeder dritte Mitarbeiter des Kölner Bundesamtes sei abgehört
worden." BerlZtg 15./16.4.00 S. 6
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"Kritik an Gen-Plänen der Versicherungen
Verbraucherschützer warnen vor Zwangtests ... 'Wer durch
gentechnische Untersuchungen das unternehmerische Risiko verringern will,
handelt unseriös' sagte Manfred Westphahl von der Arbeitsgemeinschaft
der Verbraucherverbände (AgV) der 'Berliner Zeitung'. Er könne
sich aber gut vorstellen, so Westphal, dass die Versicherer die Chance
'am Schopf packen wollen', profitable von unprofitablen Kunden zu unterscheiden."
BerlZtg 15./16.4.00 S. 1
"Genetisches Dilemma
... Es gibt kein Zurück und wir stecken in einem genetischen
Dilemma. Wir haben die Büchse der Pandora geöffnet und nun wird
die Biotechnik das Leben der Menschen und die Gesellschaft verändern - dramatischer als sich dies die meisten heute vorstellen
können oder mögen. Die Gentechnik hat eine wissenschaftlich fundierte
Methode zur Diskriminierung von Menschen geschaffen. Darin schlummern noch
ganz andere Gefahren als abgestufte Versicherungstarife." WELT 15.4.00
S. 8
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"US-Piloten streiten: Verhindern 'gläserne
Cockpits' Flugunfälle?
... Die Piloten laufen Sturm gegen die Pläne der Nationalen
Transportsicherheitsbehörde NTSB, die in die Cockpits Videokameras
einbauen lassen will, um Unglücksursachen besser klären zu können.
Während die einen von stalinistischen Überwachungsmethoden sprechen, preisen die Ermittler die Vorzüge.
... Empörte Piloten sehen in dem Vorschlag einen Eingriff in ihre
Privatsphäre. Nach ihrer Meinung reicht die neue Generation der Daten-
und Stimmrekorder aus. ... Sollte sich das 'gläserne Cockpit'
durchsetzen, müssten laut einem Sprecher der US-Pilotengewerkschaft
wohl auch ausländische Fluggesellschaften, die die USA anfliegen,
die Videokameras einbauen." WELT 15.4.00 S. 36
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"Kein Untersuchungsausschuss zu 'Echelon'
Zu den elektronischen Abhörsystem der Vereinigten Staaten
'Echelon', wird das Europäische Parlament - wie erwartet - keinen
offiziellen Untersuchungsausschuss einrichten, sondern lediglich ein Gremium,
das noch in diesem Sommer einen Bericht vorlegen soll. ... Am 22. Mai werde
über die Zusammensetzung des Ausschusses und dessen Mandat entschieden,
heißt es in einer Erklärung der Fraktionsvorsitzenden."
FAZ 15.4.00 S. 5
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"Verschlüsselungscodes gehören zur Redefreiheit
Die Programmierung von Verschlüsselungssoftware gehört
nach Ansicht eines US-Gerichts zur in der Verfasung garantierten Redefreiheit.
Dieser Codes seien ein Mittel der Kommunikation zwischen Programmierern,
erklärte das Berufungsgericht, das damit ein Urteil einer unteren
Instanz aufhob." MoPo 15.4.00 S. 16
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"Computer bekommen Alarmanlage
Israelische Innovation schützt PCs und Laptops vor unerlaubtem
Zugriff ... Nähert sich also eine Person dem Computer, wird sie
von dem Sonarsystem des Rechners wahrgenommen. ... Eine vom Sonar detektierte
Person, die sich dem Rechner nähert, wird von einer Computerstimme
aufgefordert, sich entweder über ein Passwort zu identifieren oder
zu entfernen. Geschieht nichts von beidem, gibt es Alarm." WELT 15.4.00
S. 1
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"Videoüberwachung in NRW macht Grünen
zu schaffen
Änderung im Polizeigesetz im Tausch für mehr Datenschutz
.Sie erlaubt es der Polizei im bevölkerungsreichsten Bundesland, Kriminalitätsbrennpunkte
mit Videokameras zu überwachen. Solche Kameras dürfen nun auf
Straßen und Plätzen eingesetzt werden, wenn dort wiederholt
Straftaten begangen wurden und weitere zu erwarten sind. Mühsam versuchte
der Verhandlungsführer der Grünen, Roland Appel, zu begründen,
warum der Kompromiss ein Erfolg für seine Partei ist.... Künftig
nämlich dürfe die Datenschutzbeauftragte auf Bitten von Betroffenen
neben öffentlichen Ämtern und Behörden auch private Video-Überwachung
- etwa bei Banken oder in Kaufhäusern - kontrollieren. Doch auch Appel
räumt ein: 'Natürlich haben wir Bauchschmerzen. Am liebsten hätten
wir den Video-Mist ganz verboten." BerlZtg 15./16.4.00 S. 7
Hier überwachen Sie die Grünen
... Mit der Zustimmung zur Überwachung des öffentlichen Raums gibt die Partei einen Kernbereich ihres Selbstverständnisses auf - und zugleich ein Zukunftsthema. Denn der Schutz der Persönlichkeitsrechte des
Bürgers vor ausufernder Überwachung wird in in der durchelektronisierten Informationsgesellschaft noch
wichtig sein, wenn das letzte AKW abgeschaltet ist. BerlZtg 15./16.4.00 S. 4
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