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"Schily erwägt Rechtsgutachten über
Verwendung von Stasi-Akten
Diskussion über Sonderechte für Politiker / Fragenkatalog
zu Aktion des bayerischen Verfassungsschutzes ...
Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) will möglicherweise ein Rechtsgutachten
in Auftrag geben, um die Frage der Veröffentlichung und Verwendung
von Stasi-Unterlagen über West-Politiker zu klären."
BerlZtg 27.4.00 S. 7
"Rot-Grün für geordneten Umgang mit
Stasi-Akten
Wachsender Unmut über Veröffentlichung von Abhörprotokollen
- Gegen Gesetzesänderung ... Der SPD-Innenpolitiker
Dieter Wiefelspütz monierte in einem Gespräch mit der WELT, dass
Betroffene immer häufiger aus den Medien über Unterlagen des
Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) erführen. ... 'Offiziell'
habe der Bundesbeauftragte keine Informationen über Akten zu West-Politikern
erteilt. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums hat das MfS bis 1989
Telefongespräche von 'nahezu jedem aktiven Politiker' in der Bundesrepublik
abgehört. Die Protokolle seien heute noch vorhanden, so weit sie nicht
von der Stasi selbst vernichtet worden seien, sagte ein Ministeriumssprecher."
WELT 27.4.00 S. 2
"SPD fordert Akteneinsicht
Innenpolitischer Sprecher will regeln, dass Politiker vor den Medien
von Stasi-Akten erfahren. Bayerns SPD fordert Aufklärung über
Ankauf von Stasi-Dossiers" taz 27.4.00 S.
2
"Bayerische SPD verlangt Aufklärung
Innenminister soll Fragen zum 'dubiosen' Ankauf von Stasi-Akten
beantworten" MoPo 27.4.00 S. 5
"Wirtschaft und Steuerberater kritisieren Pläne
zur Erweiterung der Betriebsprüferrechte
'Die rotgrüne Koalition will den gläsernen Steuerzahler
einführen' ... Und Harald Hendel, Steuerexperte des Deutschen
Industrie und Handelstags (DIHT), spricht schlicht von einer 'Katastrophe'
für den Mittelstand. Was Wirtschaft und Steuerberater derart auf die
Palme bringt, ist eine Änderung von § 147 AO, die Eichel in sein
Steuerreform-Konzept aufgenommen hat und die zum 1. Januar 2001 in Kraft
treten soll. Außenprüfern des Finanzamts soll künftig das
Recht eingeräumt werden, Einsicht in Daten des geprüften Betriebs
zu nehmen und dazu dessen EDV-System zu nutzen. Alternativ dazu, so will
es die rotgrüne Koalition, kann der Finanzbeamte aber auch verlangen,
dass die Daten nach seinen Vorgaben ausgewertet und ihm auf einer Diskette
zur Verfügung gestellt werden. ... Er lasse zudem datenschutzrechtliche
Bestimmungen außer Acht. 'Wenn der Prüfer selbst am Computer
sitzt, kann er schließlich auch auf Daten zugreifen, die mit der
Außenprüfungs-Auftrag nichts zu tun haben, zum Beispiel auf
Personal- oder Kundendaten'. ... 'Das läuft auf eine unzulässige
Ausforschung hinaus'. HB 27.4.00 S. 7
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"Konsortium will Bezahlen per Handy möglich
machen
ESign bekommt weiteren Zulauf von Firmen ... Damit könnte
das Handy unter anderem als ein neuartiger Zahlungsweg genutzt werden.
Statt bei Online-Einkäufen wie bisher die Kreditkartennummer einzugeben
oder per Lastschrift beziehungsweise Rechnung zu zahlen, könnte ein
Kunde dann seine Handynummer eingeben. Die Bestellung wird im Anschluss
durch die Eingaben eines eines PIN-Codes bestätigt. WELT 27.4.00 S.16
"Die digitale Signatur muss schnellstens kommen
... In Ländern, die beim mobilen Telefonieren weiter sind
als Deutschland, ist dieser Ansatz keine Neuheit. Schon heute können
Pkw-Fahrer in Finnland ihre Autowäsche bequem per Handy bezahlen.
Das Modell kann allerdings nur funktionieren, wenn genügend Telefon-Nutzer
und Dienste-Anbieter mitmachen. ... Experten glauben auch aus einem anderen
Grund, dass im Handy der Schlüssel für das Bezahlen im E-Business
liegt. Denn das Vertrauen des Verbrauchers in die Sicherheit des Mobiltelefons
ist, im Unterschied zum PC, groß. Die Hemmschwelle, das Handy zum
Bezahlen zu nutzen, wäre also wahrscheinlich deutlich niedriger. WELT
27.4.00 S. 16
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"Ein Filter für das Urheberrecht
Die Plattenindustrie will illegale Musik-Files aus dem Netz herausfiltern
lassen. Doch die Technik ermöglicht auch Zensur anderer Dateien, wie
Nachrichten oder Pornografie. Kritiker fürchten einen Dominoeffekt
- und lehnen den Filter ab" taz 27.4.00 S.17
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"Online-Shoppen mit Chipkarte
Als erstes Unternehmen testet die Kreditkartenfirma Visa 40.000
Kartenlesegeräte für Private in Frankreich: Sicher Einkaufen
im Internet von zu Hause oder unterwegs. Wann die Terminals nach Deutschland
kommen, ist unklar" taz 27.4.00 S.17
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"Gentests durch die Hintertür?
Versicherungsunternehmen können nach Ansicht des Bundesaufsichtsamts
für das Versicherungswesen gesetzlich nicht daran gehindert werden,
beim Abschluss einer neuen Lebensversicherung einen Gentest zu verlangen.
'Die Unternehmen könnten das machen, wenn sie wollten. Der Gesetzgeber
hätte keine Möglichkeit, das zu verbieten', sagte eine Sprecherin
des Amtes. ND 27.4.00 S. 4