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Tageszeitungen]
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"Russland / Totale Überwachung
Präsident Wladimir Putin meint es offenbar bitter ernst,
wenn er einen starken Staat und mehr Kontrollen fordert. So hat der russische
Inlandsgeheimdienst FSB, eine der Nachfolgeorganisationen des KGB, nun
Zugriff auf fast jede elektronische Post. ... Dahinter steckt das staatliche
Überwachungssystem 'Sorm' (System für operative Fahndungsmaßnahmen),
mit dessen Hilfe sich nach einem Dekret Putins seit kurzem auch sieben
weitere Behörden, darunter Steuer- und Zollämter, Einblicke in
die E-Mails ihrer Bürger verschaffen können." DER SPIEGEL 18/2000
2.5.00 S. 179
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"Geheimpost im Internet
... 'Bei der polymorphen Verschlüsselung gibt es keine
nachvollziehbare Formel mehr, die auf den Inhalt der Texte schließen
lässt', sagt der Kryptoexperte Hagen Reddmann. Das deutsche Patentamt
fand die 'Best Possible Privacy' (BPP) genannte Erfindung so brisant, dass
zunächst einmal geprüft wurde, ob das Programm als Staatsgeheimnis
einzustufen sei." DER SPIEGEL 18/2000 2.5.00 S. 179
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"'Warndatei' nicht mehrheitsfähig
Mit ihrem Anliegen, beim Bundesverwaltungsamt eine zentrale
Datenbank zu führen und diese den öffentlichen Stellen bei
Entscheidungen in Visaverfahren sowie dem Auswärtigen Amt bei der
Kontrolle und Koordinierung der Visaerteilungspraxis zur Verfügung
zu stellen, hat sich die CDU/CSU-Fraktion nicht durchsetzen können.
... Die Warndatei sollte auch diejenigen erfassen, die sich bereit erklärt
haben, die Kosten für den Lebensunterhalt eines Ausländers und
dessen Ausreise zu tragen, sofern strafbare Handlungen bekannt geworden
sind." blickpunkt bundestag 5/2000 S. 56
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"152 Abgeordnete überprüft
Der Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und
Geschäftsordnung hat erneut einen Bericht (14/3228) zur Überprüfung
von Mitgliedern des Bundestages auf Tätigkeit oder politische Verantwortung
für den Staatssicherheitsdienst der ehemaligen DDR vorgelegt."
blickpunkt bundestag 5/2000 S. 67
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"Digitale Signatur nicht einsetzbar
Über die Möglichkeiten der digitalen Signatur haben
sich Mitglieder des Petitionsausschusses unter Leitung der Ausschussvorsitzenden,
Heidemarie Lüth (PDS), ... informiert." blickpunkt bundestag
5/2000 S. 68
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"GPS-Navigation mit höherer Genauigkeit
Zivile Nutzer des Satellitenleitsystems GPS - bei der Schiffsnavigation
oder im Auto - erhalten bei der Datenübertragung künftig dieselbe
Auflösung wie das US-Militär. ... Dies bedeute eine Verzehnfachung
der Genauigkeit." MoPo 2.5.00 S. 7
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"Gesetzgeber plant neues Gesetz über Namensaktie
/ Gesetzgeber vollzieht Umstellung großer DAX-Werte von Inhaber-
auf Namensaktie nach - Anpassung der Formvorschriften an neue Medien
... Die Reform, die das Kabinett morgen beschließen
wird, trägt laut Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin
(SPD) auch den Bedürfnissen des elektronischen Geschäftsverkehrs
Rechnung. ... In dem neuen Gesetz werden deshalb die in das Aktienregister
aufzunehmenden Daten neu bestimmt. Insbesondere soll das Einsichtsrecht
in das Aktienregister erheblich eingeschränkt und auf die eigenen
Daten des jeweiligen Aktionärs begrenzt werden. Ferner habe man eine
begrenzende Regelungfür die Zweckverwendung von Daten aufgenommen,
sagte die Bundesjustizministerin. Die Daten könnten für aktienrechtliche Aufgaben,
aber auch für Investor-Relations-Maßnahmen verwendet werden. Die
weitere Verwendung der Daten für werbliche Zwecke außerhalb
der Gesellschaft könne der Aktionär durch Widerspruch verhindern."
HB 2.5.00 S. 5
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"Überwachungszentrum gegen Computer-Kriminalität
Zur besseren Kontrolle von Computer-Kriminalität und Internet-Missbrauch
will die britische Regierung ein spezielles Überwachungszentrum bauen.
... Verschlüsselte Internet-Botschaften sollen entziffert werden.
Aber auch herkömmliche Aufgaben wie die Telefon- und E-Mail-Überwachung
sollen Aufgabe des Zentrums sein." HB 2.5.00 S. 20
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"Lesen und lesen lassen / Verschlüsselte Daten schützen nicht vor Hackern und Spionen mit ausreichend Rechenkraft" SZ 2.5.00 S. V2/13
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LOKALES
Hessen:
"Hessen testet elektronische Fußfessel
Als erstes Bundesland testet Hessen ab heute die elektronische
Fußfessel für Straftäter. ... Während des zweijährigen
Modellversuchs soll die Fessel den Aufenthaltsort eines Sträflings
ständig an einen Zentralcomputer melden und Alarm auslösen, wenn
er entgegen seinen Auflagen Haus oder Arbeitssstelle verlässt. ...
Die Fußfessel soll zunächst an bis zu 30 Freiwilligen aus dem
Raum Frankfurt am Main getestet werden." MoPo 2.5.00 S. 6
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