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zum Datenschutz] [Abkürzungen der ausgewerteten
Tageszeitungen]
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"Datenschützer kritisieren Bericht zu Lauschangriff
Die Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der
Länder hat den ersten Bericht der Bundesregierung über den so
genannten 'Großen Lauschangriff' heftig kritisiert. 'Der Bericht
gewährleistet keine effektive parlamentarische Kontrolle', sagte der
niedersächsische Datenschutzbeauftragte Burckhard Nedden. ... ...
'bewertende Aussagen zur Effizienz der Maßnahmen ...' ... seien nur
möglich, wenn die Bundesregierung tatsächlich die Zahl aller
von einer Überwachungsmaßnahme erfassten Personen nenne."
SZ 27.6.00 S. 5
"Kritik an Bericht zum 'großen Lauschangriff'" MoPo 27.6.00 S. 5
"Datenschutzbeauftragte kritisieren Regierung
/ Bericht über den Großen Lauschangriff wird als unzureichend
angesehen / Kontrolle nicht möglich
... Der Berliner Beauftragte für den Datenschutz,
Hansjürgen Garstka, forderte am Montag den Berliner Senat auf,
in den Bericht über den Großen Lauschangriff an die Berliner
Abgeordneten mehr Angaben aufzunehmen. 'Nur ein qualifizierter Bericht
ermöglicht eine sachgerechte Bewertung der Effizienz und Intensität
der damit verbundenen Grundrechtseingriffe', betonte Garstka." BerlZtg
27.6.00 S. 6
"Kritik der Datenschützer
Die deutschen Datenschützer halten den Bericht der Bundesregierung
über die Folgen des so genannten Großen Lauschangriffs
für unzureichend." ND 27.6.00 S. 4
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"Das Ende der Vielfalt / Die Entschlüsselung
des Erbguts / Die Gentechnologie offenbart die letzten Geheimnisse des
Menschen: seinen biologischen Bauplan. Wer diese Informationen besitzt
und gewissenlos anwendet, kann Menschen manipulieren, kontrollieren und
sogar züchten. / 'Am Schluss suchen wir nach dem gesündesten
Kind, das man für Geld kaufen kann.' - Trendforscher Rifkin warnt: Wer
die Gene kontrolliert, der kontrolliert das 21. Jahrhundert
... Die Auswirkungen der Genom-Forschung werden auch in die
tägliche Arbeits- und Alltagswelt hineinreichen. 'Ich halte nichts
davon, jetzt die genetischen Analysen per se zu verteufeln und zu sagen,
da wird der gläserne Mensch sichtbar und die Menschen werden nun alle
diskriminiert auf Grund ihres genetischen Erbes. Man muss es sicherlich
sehr differenziert sehen, im Arbeitsrecht, im Versicherungsrecht, im Bereich
der Präimplantationstechnik. In diesen Themenfeldern müssen eigene
Antworten gefunden. In Sachen Versicherungsschutz bin ich dezidiert der
Meinung, dass der Gesetzgeber keine Regelung ergreifen soll', meint
Jurist Jochen Taupitz, Geschäftsführender Direktor des Instituts
für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht,
Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim
(IMGB). Auch ein 'Gen-Pass', in dem die genetische Veranlagung zu bestimmten
Krankheiten gespeichert ist, wird für die privaten Versicherer eine
kostbare Ergänzung zu den heute notwendigen medizinischen Voruntersuchungen
sein. ... Mir leuchtet nicht ein, wieso die genetische Analyse nun
so etwas Grundlegendes anderes sein soll als eine sonstige ärztliche
Untersuchung. Die derzeitige Gesetzeslage lässt es im Versicherungsrecht
zu, dass die Versicherungsunternehmen einen Test verlangen als Voraussetzung
für den Abschluss des Vertrags', so Taupitz. Arbeitgeber könnten
in einem Gen-Pass ebenfalls für sich wertvolle Informationen finden.
Falls eine Veranlagung zu bestimmten Krankheiten vorliege, könnte
das eine Einstellung behindern. Doch dürften nach derzeitiger Rechtslage
nur solche Informationen herangezogen werden, die in einem direkten Zusammenhang
mit der zukünftigen Beschäftigung stünden." WELT 27.6.00
S. 2
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"Aufruhr in der Peripherie / Die Digitale Signatur
belebt den Markt für Chipkarten-Lesegeräte
... ... Chipkarten ermöglichen mit Hilfe der digitalen
Signatur die sichere Übertragung von Daten im Netz. Nicht nur Geschäfte
im Internet lassen sich damit sicher abschließen, auch Steuererklärungen
können Nutzer künftig online abgeben. Chipkarten ermöglichen
aber nicht nur sichere Online-Geschäfte per PC, sondern auch per Handy."
SZ 27.6.00 S. V2/14
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