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Tageszeitungen]
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"Union fordert härteres Vorgehen gegen Kriminalität
/ Öffentliche Plätze sollen videoüberwacht werden
... Allerdings müsse die Video-Überwachung an Bedingungen
geknüpft sein. So müssten die Aufzeichnungen binnen kurzer Frist
wieder gelöscht und die Überwachung für jeden Passanten
deutlich gekennzeichnet sein." WELT 29.6.00 S. 4
"Union will Ladendiebe mit Fahrverbot bestrafen
/ CDU/CSU setzt auf Videoüberwachung an Brennpunkten
... Die Union sieht damit keinen 'Überwachungsstaat'
nach Orwells 'Big Brother'-System entstehen. Es gehe nur um Orte, die durch
hohes Kriminalitätsaufkommen auffielen, etwa mit Drogenkonsum, Taschendiebstahl,
Vandalismus oder 'aggressivem Betteln'. Die Videoüberwachung
solle offen geschehen: nur so beuge sie Kriminalität vor und schrecke
mögliche Täter ab." FR 29.6.00 S. 5
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"'Der Stand einer Sache muss jederzeit aus
den Akten vollständig ersichtlich sein' / Der Umgang mit amtlichen
Schriftstücken der Bundesregierung
... Zur elektronischen Aktenführung finden sich in den
entsprechenden Bestimmungen bislang erst gelegentliche Hinweise, es
fehlt eine detaillierte Anweisung, wie sie - bisweilen umständlich
- für auf Papier festgehaltene Akten gilt. Nur an einigen Stellen,
etwa bei den Vorschriften zum Vernichten von Schriftgut, tauchen andere
Datenträger auf." FAZ 29.6.00 S. 2
"'Transparenz von Akten ist ein Gebot des Rechtsstaats' /
Präsident des Bundesarchivs zu Datenvernichtung
... (Weber:) 'Der Sinn der Aktenaufbewahrung ist,
dass man Verwaltungsvorgänge und Regierungsentscheidungen nachvollziehen
kann - und zwar nicht nur das Ergebnis der Entscheidungen, sondern auch
den Entscheidungsprozess. Man muss alle Elemente verifizieren können,
die dazu beigetragen haben, eine solche Entscheidung zu Stande zu bringen.
Es gilt auch, alle Kräfte, die daran beteiligt waren, kenntlich zu
machen. Die Notwendigkeit ergibt sich aus der Transparenz von Verwaltung
in einem demokratischen Rechtsstaat, aus der Notwendigkeit einer parlamentarischen
Kontrolle, einer Kontrolle durch Rechnungshöfe und nicht zuletzt aus
der Notwendigkeit einer retrospektiven Kontrolle der Regierung und der
Verwaltung durch jeden daran interessierten Bürger.'" WELT 29.6.00
S. 2
"Hirsch wirft Kohls Kanzleramt 'gezielte' Vernichtung von Akten und Daten vor / 'Lücken durch Unachtsamkeit oder Schlamperei nicht zu erklären' / Bericht im Ausschuss" FAZ 29.6.00 S. 1
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"Opposition: Regierung hält Akten der DDR-Spionage
zurück / SPD-Politiker belastet? / Innenministerium plant nicht,
die Dateien öffentlich zugänglich zu machen
Die Bundesregierung versucht nach Ansicht der Opposition im
Bundestag, die so genannten 'Rosenholz'-Dateien - die Namenslisten der
DDR-Auslandsspionage - zu unterdrücken, um frühere und heutige Mitarbeiter
von SPD-geführten Kabinetten nicht zu belasten. ... Nach dem Stasi-Unterlagengesetz
müssen Materialien des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit
und ihre Duplikate der Gauck-Behörde übergeben werden. Dort können
sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden." FAZ 29.6.00
S. 1
"Gauck-Behörde bekommt Rosewood-Daten nicht / Geheimdienstkoordinator beharrt vor Innenausschuss auf Geheimschutz gegenüber den USA" WELT 29.6.00 S. 4
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"Archive des Internationalen Suchdienstes werden
geöffnet
Die Archive des Internationalen Suchdienstes werden künftig
für die Forschung geöffnet." FAZ 29.6.00 S. 4
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"Gegen Geldwäsche kämpfen die Ermittler
mit stumpfen Waffen / Strafverfolger fordern bessere Ausbildung und modernste
Technik
... Wittig bedauerte, dass es bis heute nicht gelungen sei,
eine bundeseinheitliche Datei zu schaffen. ... Wegen seines hoch entwickelten
Bankensystems und der stabilen Währung hält Hemesath den Finanzplatz
Deutschland als besonders attraktiv für Geldwäscher. Nach seinen
Angaben steht eine polizeiliche Geldwäsche-Datei, geplant als
Verbund-Datei, kurz vor ihrer Realisierung. Peter Keller, Referatsleiter
im Zollkriminalamt, bemängelte, dass Datenschützer den Ermittlern
zu viele Steine in den Weg legten." HB 29.6.00 S. 46
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"Zeugnisverweigerungsrecht wird für Journalisten
erweitert
Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, mit
dem das Zeugnisverweigerungsrecht für Journalisten erweitert wird." WELT 29.6.00
S. 4
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LOKALES
Berlin:
"Leine und Maulkorb für gefährliche
Hunde / Senat will bestehende Verordnung verschärfen
... Besitzer von meldepflichtigen Tieren müssen mit einer
Plakette am Halsband des Hundes nachweisen können, dass sie beim Veterinäramt
waren, wo sie ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt und
ihre Sachkunde und die Friedfertigkeit ihres Tieres bewiesen haben." ND 29.6.00
S. 17
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"Müllspione im Anmarsch / BSR kündigt
in Briefen 'stichprobenartige Prüfungen' von Hausmüll an
... Beim Berliner Datenschutzbeauftragten häufen sich
seit der Briefaktion der Stadtreinigung die Nachfragen von Grundstückseigentümern,
die sich über die Rechtmäßigkeit der Restmüllkontrollen
informieren wollen. 'Datenrechtlich gibt es Zweifel', sagt Sprecherin Claudia Schmid.
Ob die Grundstücksbesitzer hinreichend über die Freiwilligkeit
der Datenerhebung ihrer Lebensgewohnheiten - dazu zählt auch Hausmüll
- aufgeklärt wurden, werde die Datenschutzbehörde nun überprüfen,
versichert die Sprecherin." MoPo 29.6.00 S. 37
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