Privacy Magazine - Hauptseite Das Privacy Magazine "prima" wird vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Akteneinsicht zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen - an Wochentagen täglichen - Ausgaben enthalten eine Übersicht von ausgewählten Berichten der Berliner und überregionalen Presse.

 

[Weitere Ausgaben] [Zur Suche über alle bisherigen Ausgaben]
[Überblick über sonstige Veröffentlichungen zum Datenschutz] [Abkürzungen der ausgewerteten Tageszeitungen]

Ausgabe vom 18. Juli 2000

*

"EU-Staaten sind weiter uneins bei Geldwäsche / Finanzminister vertagen Beschluss über Richtlinie
... Nach Angaben von Diplomaten setzen sich die meisten EU-Staaten dafür ein, künftig auch Steuerberater und Anwälte zu Informationen über verdächtige Finanzaktionen zu verpflichten. Deutschland und Österreich sind wegen des in der Verfassung garantierten Vertrauensschutzes für diese Berufe aber dagegen." BerlZtg 18.7.00 S. 31

*

"Neue Regeln für die Kommunikation / Die EU-Kommission plant Harmonisierungsrichtlinien
... Richtlinie über die Verarbeitung personenbezogener Daten und Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation (KOM/2000/385): passt die seit 1998 geltende EU-Datenschutzrichtlinie (Nr. 97/66/EG) an die neuen Entwicklungen auf dem Gebiet elektronischer Kommunikationsdienste und -techniken an." FAZ 18.7.00 S. 29

*

"Die Patientenakte im Datennetz / Ein Pilotprojekt soll beweisen, dass sich medizinische Doppeluntersuchungen vermeiden lassen
... ... Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen, Community Health Integrated Network (CHIN) ... . Das Netzwerk hält für alle Beteiligten stets die aktuellen Untersuchungsergebnisse bereit. ... Die Vorgaben des Datenschutzes zu erfüllen, erwies sich dabei als besonders zeitaufwendig. Das Computernetzwerk für Patientendaten nutzt deshalb zwar die Technologie des Internets, ist aber selbst nicht Teil der weltweiten Datenautobahn. ... Elektronische Sicherheitsbarrieren sorgen dafür, dass niemand unberechtigt auf einen Rechner zugreift, sagt Volker Wallraff. Jeder medizinische Befund wird zudem vom behandelnden Arzt mit einer elektronischen Unterschrift gesiegelt. Dazu erhalten alle Mediziner einen elektronischen Ausweis im Format einer Chipkarte." SZ 18.7.00 S. V2/12

*

"Revolutionsversuch per elektronischer Patientenkarte / Neuemissionen: Nexus
... Seit dem Jahr 1995 bietet nämlich das Software-Haus am Rande des Schwarzwalds eine so genannte elektronische Patientenakte an - ein Programm namens MedFolio, das den Fluss medizinischer Daten in Krankenhäusern optimiert. ... Laut Gropengießer suchen Hausärzte, deren Computer mit dem Klinikum vernetzt sind, für die Krankenhaus-Behandlung eines Patienten per Intranet selbst einen Termin und stellen zugleich ihre Diagnose ins Netz. Die Klinik wiederum nennt dem Hausarzt, ebenfalls via Datennetz, die noch nötigen Voruntersuchungen. Nach der Behandlung des Patienten erhält der Hausarzt vom Krankenhaus eine Mini-Disk, von der er alles Wissenswerte auf den Bildschirm holen kann. 'Das Internet ist uns dafür noch nicht sicher genug', sagt der Nexus-Chef. 'Aber das wird sich ändern.'" SZ 18.7.00 S. 32

*

"Ansteckung durch ungeschützten Datenverkehr / Experten befürchten, dass Handys und elektronische Notizbücher bald genauso von Viren befallen werden wie Windows-PC" SZ 18.7.00 S. V2/12

*

"'Wir wussten, was das für ein Staat war' / Der Jurist Leon Kieres baut die 'Gauck-Behörde' Polens auf - Noch sind die Akten des ehemaligen sozialistischen Geheimdienstes über Polen verstreut" WELT 18.7.00 S. 6

"Nur die Opfer nehmen Einsicht in die Akten
Warschau - ... Geheimdienstopfer - auch Ausländer - können die Akteneinsicht voraussichtlich im Herbst beantragen, doch mit der Aktenöffnung rechnet Kieres erst Mitte 2001." WELT 18.7.00 S. 6

*