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Tageszeitungen]
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"Computer-Polizei für beide Ufer des Rheins
Deutsche und französische Beamte fahnden gemeinsam
... Der Auftrag für die 23 französischen und 19 deutschen
Polizisten, die vor einem Jahr ihre Arbeit aufgenommen haben, wirkt bescheiden.
'Wir dürfen nicht operativ tätig sein, wir können nicht
ermitteln, und wir nehmen auch niemanden fest', sagt Belle. Die Aufgabe
des GZ ist: 'Wir helfen bei transnationalen Kriminalfällen den Kollegen
beiderseits des Rheins bei der Aufklärung.' ... An Telefon, Fax und
mit Computerrecherche machen sich die Beamten auf die Suche nach Tatverdächtigen.
Franzosen rufen ihre Landsleute in Offenburg an, Deutsche fragen bei ihren
Kollegen nach. ... Aus Datenschutzgründen ist Franzosen und Deutschen
das Arbeiten in den Computernetzen der Partner nicht erlaubt. Natürlich
haben sich die Polizeien beider Länder auch bislang schon unterstützt,
doch Nachforschungen auf dem komplizierten Instanzenweg dauerten oft sehr
lange." BerlZtg 29./30.7.00 S. 7
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"EU: Kampf gegen Internet-Kriminalität
... 'Das ist auch eine große Sorge in Deutschland', sagte
Bundesinnenminister Otto Schily gestern in Marseille nach Abschluss eines
zweitägigen informellen Treffens der Innen- und Justizminister der
15 EU-Staaten. Er regte an, eine europäische Überwachungsbehörde
zur Sicherheit der Informationstechnik zu schaffen." MoPo 30.7.00
S. 6
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"Britischer Geheimdienst darf E-Mails überprüfen
Die britische Polizei kann künftig im Internet E-Mails
überwachen und verschlüsselte Nachrichten beschlagnahmen. Das
jetzt verabschiedete Gesetz wird von der Regierung als Bollwerk gegen das
organisierte Verbrechen gelobt, von Datenschützern aber als Beginn
des Überwachungsstaats kritisiert. ... Wenn das Gesetz im Oktober
in Kraft tritt, wird auch ein Überwachungszentrum seine Arbeit aufnehmen,
das beim MI-5 - dem britischen Geheimdienst - angesiedelt ist. Internet-Zugangsanbieter
sind dann verpflichtet, sichere Leitungen zu der Abteilung mit der Bezeichnung
'Technisches Beistandszentrum der Regierung' einzurichten. ... Gegner des
Gesetzes wie der Labour-Abgeordnete Harry Cohen sagten, es sei nicht hinreichend
gewährleistet, dass die so gewonnenen Informationen nicht an andere
Behörden weitergegeben würden. Der Schutz der Privatsphäre
und von Geschäftsgeheimnissen komme zu kurz." SZ 29./30.7.00
S. 7
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"Surfen für Cash
Wie Firmen, die Internetnutzer bezahlen, Geld verdienen wollen
... Möglich wird das lukrative Angebot durch Werbung. ... Außerdem
werden die Wege des Users duch das Internet festgehalten. Das heißt,
die Unternehmen bezahlen den Nutzer auch dafür, dass er seine Surfgewohnheiten,
seine Vorlieben, Abneigungen und seine Hobbys ausspähen lässt.
Diese Daten werden dann in anonymisierter Form wiederum an die werbenden
Firmen weitergegeben, die Banner schalten. ... Dass sie den gläsernen
Surfer schaffen könnten, befürchten die beiden Unternehmer nicht.
Alle Daten würden losgelöst von den persönlichen Angaben
der Nutzer gespeichert." MoPo 30.7.00 S. 23
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LOKALES
Hessen
"Im Akten-Streit ist ein Kompromiss in Sicht
FDP: Datenschutzbeauftragter soll CDU-Papiere sichten
Die FDP hat sich dafür ausgesprochen, dass eine 'neutrale Instanz'
die Papiere prüfen und dann entscheiden solle, welche davon an den
Untersuchungsausschuss weitergegeben werden. ... Als Kompromiss
schlägt die FDP vor, die Akten zunächst von einer neutralen Instanz
sichten zu lassen - beispielsweise vom hessischen Datenschutzbeauftragten
Friedrich von Zezschwitz. Der könne dann entscheiden, welche Aktenteile
relevant für die Aufklärung des Skandals seien, und sie an den
Ausschuss weiterleiten." FR 29.7.00 S. 30