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Tageszeitungen]
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"Europaparlament will Gesetz gegen Geldwäsche
verschärfen
... Erschwert werden soll die Umwandlung von kriminellen Geldern
in weißes Geld auch dadurch, dass ein viel größerer Personenkreis
in die Meldepflicht aufgenommen wird. Immobilienmakler, Edelmetallhändler,
aber auch Kasinobetreiber, Kunsthändler, Auktionatoren oder Wechselstuben
sollen künftig Verdachtsmomente melden. Ferner sollen auch Notare
und Juristen bei bestimmten Tätigkeiten, bei denen das Risiko der
Geldwäsche besonders hoch ist, der Meldepflicht unterliegen, allerdings
nicht zwingend Behörden gegenüber, sondern Anwaltskammern oder
anderen berufsständischen Vertretungen. Nach Auffassung des Parlaments
sollten auch Bereiche des E-Bankings einer stärkeren Kontrolle unterzogen
werden. ... Um hier den Missbrauch durch Geldwäscher möglichst
zu verhindern, müssten grundlegende Anforderungen an die Feststellung
der Kundenidentität festgelegt werden." WELT 7.7.00
S. 5
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"Untersuchungen zu Echelon / Europäisches
Parlament setzt nichtständigen Ausschuss ein
... Er soll insbesondere überprüfen, ob es tatsächlich
ein System zur Wirtschaftsspionage in der EU gibt, wie es in einer
Studie des Europäischen Parlaments heißt. Außerdem soll
der Ausschuss klären, ob und wie Bürger und Unternehmen wirksam
gegen Wirtschaftsspionage geschützt werden können." FAZ 7.7.00
S. 6
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"Parlament darf Akten der EU-Kommission einsehen" SZ 7.7.00 S. 8
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"Debatte zur Unzeit / Von Verkehrsminister Reinhard
Klimmt berufene Experten wollen einen Wegezoll von allen Autofahrern erheben
... Albert Schmidt, der Verkehrsexperte der Grünen, versicherte
dem Tagesspiegel, die Pkw-Maut sei 'kurzfristig kein Projekt'. Das gelte
schon aus Datenschutz-Gründen: 'Bewegungsprofile vom gläsernen
Autofahrer wollen wir nicht.'" Tsp 7.7.00 S. 4
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LOKALES
Bayern:
"Für die Polizei ein internes Frühwarnsystem
/ Probleme auf Dienststellen sollen mit Hilfe der EDV rechtzeitig erkannt
und beseitigt werden
... Erstmals sind die Beamten selbst Gegenstand einer systematischen
Kontrolle, und die Vorbehalte dagegen sind nicht minder groß als
die von Bürgern, die protestieren, wenn die Polizei öffentliche
Straßen und Plätze mit Videokameras überwachen will. Schon
kursiert das Wort vom 'gläsernen Beamten' ... . ... Gehen gegen einen
einzelnen Polizisten oder gegen eine Einsatzgruppe auffallend häufig
Beschwerden und Anzeigen ein, oder erstattet ein Beamter selber ungewöhnlich
oft Anzeigen wegen Widerstands, wird das künftig schnell auffallen
und überprüft ... . ... 'Nichts wird automatisch in diese Datei
eingestellt.' Es gibt eine Einzelfallprüfung, und wenn Vorwürfe
gegen einen Beamten haltlos sind, dann kommen sie nicht in den Computer.
Es ist nicht so, dass es bislang keine Unterlagen über Problembeamte
gäbe. Die lagern aber dezentral auf den einzelnen Dienststellen und
sollen in dem geplanten Früherkennungssystem nun zentral vernetzt
werden. Zugriff hat nur ein kleiner Personenkreis. Die betroffenen
Beamten können Einsicht in die elektronischen Akten beantragen." SZ 7.7.00
S. 47
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"Ärzte geben Gesundheitstipps über neuen
Onlinedienst Netdoktor
... Verbraucherschützer warnen dagegen vor dem Betreten
virtueller Arztpraxen. Individualisierte medizinische Beratung
über Internet oder Telefon dürfe nicht durchgeführt werden,
sagte der Gesundheitsreferent der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher (AgV),
Thomas Isenberg, der 'Berliner Zeitung'. Netdoktor und andere Medizinportale
könnten nur Gesundheitstipps abgeben. Isenberg bemängelte außerdem
einen ungenügenden Datenschutz in interaktiven Feldern der Portale." BerlZtg
7.7.00 S. 32
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Sachsen:
"Bis an die Grenzen des Rechtsstaats / Wie Sachsens
Innenminister den Datenschutz interpretiert
Sachsens Datenschützer Thomas Giesen ist ein korrekter
und temperamentvoller Mann, dessen frische Gesichtsfarbe in Purpur umschlägt,
sobald er auf die Amtsführung von Justizminister Steffen Heitmann
(CDU) zu sprechen kommt. Am Donnerstag hat er seinen Tätigkeitsbericht
(April 1999 bis März 2000) vorgestellt ... . ... Es widerspreche Gesetz
und Vernunft, dass der Justizminister über jeden Richter und Staatsanwalt
in Sachsen drei Personalakten führen lasse ... . Rechtswidrig sei
auch eine Verwaltungsvorschrift, die sächsische Staatsanwälte
anhält, dem Ministerium über alle Verfahren zu berichten, die
'die Öffentlichkeit, insbesondere auch parlamentarische oder sonstige
politische Kreise, beschäftigen oder voraussichtlich beschäftigen
werden'. Politischer Einfluss auf strafrechtliche Ermittlungen gehe
an die Substanz des Rechtsstaates, erklärte Giesen." FR 7.7.00
S. 5
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