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*
"Gegen die totale Kontrolle
Datenschützer und Grüne warnen vor flächendeckender
Videoüberwachung ... Artikel 11, der das Grundrecht auf Freizügigkeit
festschreibt, gewähre nicht nur die Möglichkeit, sich frei zu
bewegen, sondern auch, dass dies nicht fest- und später den Bürgern
entgegengehalten wird. Das schrieb der Berliner Datenschutzbeauftragte
Hansjürgen Garstka in seinem vergangenen Datenschutzbericht und folgert:
'Eine flächendeckende Videoüberwachung öffentlicher Räume
muss verhindert werden'. Genau das aber sei das Ziel der Konservativen,
argumentiert der Fraktionschef der Grünen im Abgeordnetenhaus Wolfgang
Wieland. ... Datenschützer Garstka hält es für 'erstaunlich',
dass es angesichts der Risiken eine hohe Akzeptanz für die Videoüberwachung
bei der Bevölkerung gebe. Das gesteigerte subjektive Sicherheitsgefühl
überwiege die Einschränkung der Persönlichkeitsrechte. Noch,
wie der Datenschützer schreibt." BerlZtg 17.8.00 S. 1
"CDU für Videokameras am Zoo
Die CDU-Fraktion will vor dem Bahnhof Zoo einen zweijährigen
Modellversuch zur Videoüberwachung durchsetzen. In der SPD-Fraktion
gibt es vereinzelte Befürworter. SPD-Chef Peter Strieder lehnt das
Vorhaben hingegen strikt ab" taz 17.8.00
S. 20
"Polizei beobachtet Reisende und Taschendiebe
künftig per Video
CDU und SPD befürworten Modellversuch auf dem Hardenbergplatz
... SPD-Innenexpertin Heidemarie Fischer befürwortet nach
jahrlangem Widerstand nun einen ein- bis zweijährigen Modellversuch.
... Die Aufnahmen von Personen dienen nicht nur der augenblicklichen Überwachung,
sie können auch gespeichert werden. 'Die Polizei kann so Beweise gegen
Straftäter sammeln, die besser sind als Zeugenaussagen', sagte Gewalt.
... SPD-Fraktionsspecher Peter Stadtmüller zeigte trotz der Aufgabe
des grundsätzlichen Neins seiner Partei große Skepsis: 'Wir
glauben bisher nicht, dass die Verbrechensrate wirklich sinkt'." BerlZtg
17.8.00 S. 1
"Kameras am Hardenbergplatz
Modellversuch zur Video-Überwachung soll 190 000 Mark kosten"
MoPo 17.8.00 S. 28
"CDU: 8 bis 10 Kameras für Hardenbergplatz" Tsp 17.8.00 S. 10
"Modellversuch zur Videoüberwachung? ND 17.8.00 S. 17
*
"Koalition streitet über Verfassungsschutz
SPD fordert stärkere parlamentarische Kontrolle und blockiert
Reformgesetz des CDU-Innensenators ... Der CDU-SPD-Senat
kann sich nicht auf ein Gesetz zur Reform des Verfassungsschutzes einigen.
Innensenator Eckart Werthebach (CDU) will in der Senatssitzung am kommenden
Dienstag einen Gesetzesentwurf vorlegen, der vom Koalitionspartner SPD
in wesentlichen Teilen abgelehnt wird. ... Im Entwurf des CDU-Senators
fehlen nach Ansicht der SPD ausreichende Möglichkeiten zur parlamentarischen
Kontrolle des Verfassungsschutzes. Nach der Auflösung des eigenständigen
Landesamtes für Verfassungsschutz Ende März gebe es nun keine
Fachaufsicht mehr ... die künftigen Aufgaben des Verfassungsschutzes.
... Sie sollen mit einer Liste streng eingegrenzt werden. 'Geheimdienstliche
Mittel' sollen nach dem Willen der SPD nur in Ausnahmefällen erlaubt
sein. Außerdem soll jeder Einzelfall vom Verfassungsschutzbeauftragten
genehmigt werden. ... Die CDU hält die Forderungen der SPD grundsätzlich
für nicht akzeptabel ... 'Eine zweite Kontrollinstanz neben dem Verfassungsausschuss
machen wir nicht mit', sagte Gram. In Zeiten, in denen viel über extremistische
Gewalt geredet werde, bräuchte der Verfassungsschutz unbedingt V-Leute
und die Möglichkeit, 'nachrichtendienstliche Methoden' anzuwenden,
so Gram. Die Union lehnt auch eine strikte Aufgabenbegrenzung ab: Nach
den Vorstellungen der CDU soll der Verfassungsschutz die klassischen Befugnisse
eines Geheimdienstes haben." WELT 17.8.00 S. 37
*
"Kabinett senkt Hürde für digitale Signatur
Das Bundeskabinett hat am gestrigen Mittwoch einen Gesetzentwurf
über Rahmenbedingungen für elektronische Signaturen und den Fahrplan
für eine rasche Umsetzung der EG-Richtlinie über den elektronischen
Geschäftsverkehr verabschiedet. ... Das Gesetz regelt die Sicherheit
für elektronische Unterschriften mit Rechtswirkung. Im seit 1997 existierenden
Signaturgesetz sollen nach dem Entwurf die EU-weit einheitlichen rechtlichen
Rahmenbedingungen für die Vergabe der elektronischen Signaturen festgelegt
werden. Die bisherigen Genehmigungspflicht für Zertifizierungsstellen
soll durch ein allgemeines Aufsichtssystem ersetzt werden. Aufgabe der
Zertifizierungsstellen ist es, die Identität des Unterzeichners mit
dem Signaturinhaber zu gewährleisten. ... Geregelt wird mit der Gesetzesänderung
auch die Haftung von Zertifizierungsanbietern und die Pflicht zu einer
ausreichenden Deckungsvorsorge. Das neue Gesetz soll ... Anfang 2001 in
Kraft treten. Die Rechtswirkung der elektronischen Signatur wird nicht
im Signaturgesetz festgeschrieben, sondern in einem ebenfalls geplanten
Gesetz zur Anpassung von Formvorschriften des Privatrechts an den modernen
Rechtsgeschäftsverkehr. Zusätzlich bereitet die Regierung die
Anpassung der Formvorschriften im öffentlichen Recht vor." HB
17.8.00 S. 5
"Neues Gesetz erleichert Internet-Geschäfte
Kabinett verabschiedet Regelung für 'elektronische Signaturen'
- Angleichung an das EU-Recht" WELT 17.8.00
S. 4
"Bundesregierung billigt elektronische Signatur" SZ 17.8.00 S. 6
"Berlin beschließt Gesetz über digitale Unterschrift" FR 17.8.00 S. 12
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"Eichel hält am 'Surferlaß' fest
Steuer auf private Internetnutzung am Arbeitsplatz ... Das Bundesfinanzministerium
wird den umstrittenen 'Surferlaß' entgegen früheren Bekundungen
nicht zurücknehmen. ... Die anfallenden Steuerzahlungen schätzt
der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) als gering ein. ... Das Bundesfinanzministerium
hatte in einem im Bundessteuerblatt veröffentlichten Schreiben vom
24. Mai die Behandlung von Telekommunikationskosten durch die Finanzämter
neu geregelt. Einerseits können danach Arbeitnehmer berufsbedingte
Ausgaben für Telefongespräche und Internetverbindungen in der
Privatwohnung als Werbungskosten absetzen. Hierfür müssen sie
über zwölf Monate die einzelnen Verbindungen detailliert auflisten;
anschließend kann auf dieser Grundlage eine Pauschale errechnet werden.
Andererseits müssen private Telefonate und Ausflüge ins Internet,
wenn sie im Büro auf Kosten des Arbeitgebers vorgenommen werden, als
'geldwerter Vorteil' versteuert werden. Diese zum 1. Januar 2001 in Kraft
tretende Regelung hatte in der Wirtschaft und unter Datenschützern
großen Unmut ausgelöst, weil sie zu erheblichen Dokumentations-
und Überwachungspflichten führt." FAZ 17.8.00 S. 15
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"Warnung vor falschem Zugang zu Bankautomat
Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor Türöffner-Attrappen,
mit denen Kriminelle am Zugang zu Geldautomaten Daten und Geheimnummern
von Scheckkarten ausspähen. Solche Attrappen seien an verschiedenen
Banken in Europa aufgetaucht, in Deutschland allerdings noch nicht. Die
Täter montieren die Geräte für kurze Zeit über die
echten Kartenleser, die als Türöffner dienen. Die Attrappen sind
mit Display und Zahlentastatur ausgestattet. Damit forderten sie die Kunden
auf, ihre Geheimnummer einzugeben. Das Gerät speichere die Daten des
Zahlencodes und des Magnetstreifens und verweigere dem Kunden den Zutritt.
Die gespeicherten Informationen erlaubten es den Tätern, die Karte
zu fälschen und Geld an ausländischen Geldautomaten abzuheben."
SZ 17.8.00 S. 14