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Tageszeitungen]
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"Datenschützer gegen Videoüberwachung
Berlins Datenschützer Hansjürgen Garstka hat sich
skeptisch zu den Plänen der CDU geäußert, die Videoüberwachung
öffentlicher Plätze in Berlin einzuführen. 'Der Eingriff
in die Persönlichkeitsrechte ist gewaltig', sagte Garstka ... Wie
berichtet, will die Union acht bis neun Kameras in einem Modellversuch
am Hardenbergplatz installieren, am liebsten aber diverse Plätze und
ganze Straßenzüge permanent mit Kameras überwachen. Es
dürfe auf keinen Fall eine ständige Aufzeichnung geben sagte
Garstka gestern. Dies sei 'verfassungswidrig'. Statt dessen dürfe
nur dann aufgezeichnet werden, 'wenn wirklich etwas passiert'. Die Union
will dagegen möglichst viel filmen. Die SPD ist noch unentschieden."
Tsp 18.8.00 S. 12
"Garstkas Einspruch
Datenschutzbeauftragter: Ständige Überwachung durch
Videoaufzeichnung ist verfassungswidrig ... Der Datenschutzbeauftragte
steht der Videoüberwachung sehr kritisch gegenüber. 'Der Eingriff
in die Persönlichkeitsrechte ist gewaltig.' Die Konferenz der Datenschutzbeauftragten
von Bund und Ländern hatte sich erst im März diesen Jahres auf
enge Voraussetzungen einer Videoüberwachung verständigt. Eine
Überwachung müsse deutlich erkennbar sein, identifizierte Personen
müssten über die Verarbeitung ihrer Daten informiert und die
Daten innerhalb kurzer Fristen gelöscht werden. Die Videoüberwachung
erfasse völlig unverdächtige Menschen, geben die Datenschützer
zu bedenken. Auch der grüne Rechtspolitiker Wolfgang Wieland sprach
sich gestern gegen eine Videoüberwachung aus: 'Es bringt wenig bei
der Kriminalitätsbekämpfung und kostet viel an Bürgerrechten'.
Wieland befürchtet, das die Kriminalität lediglich verdrängt
wird." taz 18.8.00 S. 20
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"BGS-Update: Schlechte Karten für Verbrecher
Mit neuer Computer-Software will der Bundesgrenzschutz Tätern
schneller auf die Spur kommen. Das vom Landeskriminalamt Sachsen entwickelte
System ermögliche einen umkomplizierten Zugriff auf Daten über
Delikte im In- und Ausland sowie auf Fotos und Phantombilder. Auch die
Kriminalitätsstatistik und die Fahndung nach flüchtigen Tätern
würden vereinfacht. Die unter dem Namen 'Polizeiliches Auskunfts-
und Vorgangsbearbeitungssystem' eingeführte Software habe einen Zugang
zum Informationssystem INPOL-neu des Bundeskriminalamtes. Damit könnten
alle Dienststellen des Bundesgrenzschutzes auf dieses Informationssystem
zugreifen." Tsp 18.8.00 S. 34
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"'Love-Letter'-Virus auf Bankkunden angesetzt
Eine neue Variante des 'Love-Letter'-Virus nimmt nach Erkenntnissen
amerikanischer Firmen für Computersicherheit die Kunden der Schweizer
Großbank UBS ins Visier, indem er deren Kontoinformationen abruft
und an den Urheber des Virus weiterleitet. Der Virus mit dem Namen 'VBS/Loveletter.bd'
verbreitet sich über Outlook, das unter dem Betriebssystem Windows
laufende E-Mail-Programm von Microsoft. ... Der Virus verfügt darüber
hinaus über ein Programm, mit dem das Passwort für Bankgeschäfte
mit der UBS von dem infizierten Computer herabgeladen wird. Informationen
über Bankvorgänge werden kopiert. ... Nach Ansicht von Experten
wird sich der Virus wegen seines engen Bezugskreises nicht weit verbreiten,
doch sei er Beweis für die Risiken, die Bankkunden durch derartige
Viren drohten." Tsp 18.8.00 S. 34
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"Jugendschutz.net will Onkel Toms Hetze im Internet
stoppen
Mainzer Zentralstelle knöpft sich rechtsextreme Propaganda
vor / Kooperation mit Betreibern von Suchmaschinen geplant
... 40 Adressen mit rechtsextremen Inhalten haben sich Mitarbeiter
des jugendschutz.net in den vergangenen vier Wochen genau angesehen und
dabei 600 Querverweise zu anderen Seiten und 800 Kontaktadressen gefunden.
'Das rechte Netzwerk ist lebendiger als wir gedacht haben', bilanzierte
die rheinland-pfälzische Jugendministerin Rose Götte (SPD) am
Donnerstag. ... In einem ersten Schritt soll eine 'schwarze Liste' erstellt
werden, auf der rechtsextremistische Seiten zusammengestellt sind. Diese
Liste könnte, so die Vorstellung von Betreibern der Suchmaschinen,
'rechtlich zulässig', genutzt werden, um rechtsextreme Angebote aus
den Suchbegriffen zu löschen. Damit wären die Seiten nur noch
schwer auffindbar. Außerdem sollten die Listen Herstellern von Filtersoftware
zugänglich gemacht werden, um Internet-Zugänge in bestimmten
Einrichtungen zu sperren." FR 18.8.00 S. 1
"Platzverweise, Kontrollen und Hausbesuche
Bundesländer mobilisieren gegen Rechtsradikale
... Die Bundesländer machen mobil gegen den Rechtsextremismus.
Sachsen setzt auf ein erweitertes Zivilrecht. ... In Sachsen-Anhalt war
im Mai 1999 der gemeinnützige Verein 'Miteinander - Netzwerk für
Demokratie und Weltoffenheit' gegründet worden. Sein Ziel ist es,
die Arbeit bestehender Initiativen gegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit
zu koordinieren. Das NRW-Kabinett hat am 15. August ein breites Aktionsprogramm
gegen Rechtsextremismus beschlossen. ... Mit verstärkten Kontrollen
und mehr Platzverweisen gegen Skinheads will Rheinland-Pfalz gegen Rechtsextreme
vorgehen. ... Hessen hat ein Hinweistelefon zum Rechtsextremismus eingerichtet
... Die CDU/FDP-Landesregierung in Baden-Württemberg will sich nach
der Sommerpause intensiv mit dem Thema Rechtsextremismus befassen. ...
In Schleswig-Holstein wird sich das Kabinett nach der Sommerpause mit Aktivitäten
zum Bekämpfen von Fremdenfeindlichkeit und Extremismus befassen. ...
Der Niedersächsische Landtag plant einen Zehn-Punkte-Katalog gegen
Rechtsextremismus." Tsp 18.8.00 S. 5
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