Privacy Magazine - Hauptseite Das Privacy Magazine "prima" wird vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Akteneinsicht zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen - an Wochentagen täglichen - Ausgaben enthalten eine Übersicht von ausgewählten Berichten der Berliner und überregionalen Presse.

 

[Weitere Ausgaben] [Zur Suche über alle bisherigen Ausgaben]
[Überblick über sonstige Veröffentlichungen zum Datenschutz] [Abkürzungen der ausgewerteten Tageszeitungen]

Ausgabe vom 2. August 2000

*

"Fischer: Deutschland darf Rechtsextreme nicht länger dulden
Außenminister fordert im Tagesspiegel 'Null Toleranz' / Bayern für NPD-Verbot
... Die Innen-Staatssekretäre der Länder hatten sich schon am Montag darauf verständigt, Rechtsextremisten künftig mit größerer Konsequenz zu verfolgen und die Aufklärung von Jugendlichen zu intensivieren. Geplant ist eine Gewalttäter-Datei nach dem Vorbild der Hooligan-Datei, in der gewaltbereite Fußballfans erfasst werden." Tsp 2.8.00 S. 1

"Innenminister planen Datei über rechte Gewalttäter
Regierungssprecher Heye will Zlatko für die Initiative gegen Ausländerfeindlichkeit gewinnen .
.. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristen (ASJ) forderte die Verfassungsschutzbehörden auf, ihre Erkenntnisse der Polizei zugänglich zu machen. Die Aufgabe des Verfassungsschutzes könne nicht nur die Beobachtung der Szene sein, er müsse auch an der Prävention mitwirken" BerlZtg 2.8.00 S. 5

*

"Fristlose Kündigung bei Daten-Klau
... Sächsischen Landesarbeitsgericht ... Die Richter urteilten, das Kopieren von Daten aus dem Bestand des Arbeitgebers auf private Disketten müsse genauso bewertet werden wie das Entwenden von Gegenständen (Az.: 2 Sa 34/99). ... Die Richter stellten fest, dass bereits das Überspielen der Daten ein Grund für eine fristlose Kündigung sei, da die Informationen in keinem Fall auf private Datenträger gehörten. Inhalt und Wert der kopierten Informationen spielten dabei keine Rolle." HB 2.8.00 S. 4

*

"Referrer-Bug macht Freemailern zu schaffen
... Über den so genannten Referrer ließen sich Mail-Accounts ausspionieren und sogar deren Passwörter verändern." c`t Heft 16 S. 37

*

"Deutsche wollen Überwachung des Internet
Mehr als zwei Drittel der Deutschen (70,2 Prozent) fordern eine Überwachung des Internet, um rechtsextremistische und kinderpornografische Inhalte aus dem Netz zu verbannen. ... Meinungsforschungsinstituts Emnid ... 55 Prozent der Befragten glauben, dass die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter beim Surfen im Internet überwachten." WELT 2.8.00 S.4

*

"Online-Panne bei Barclays
Nach einer schweren Panne im Online-Geschäft hat die britische Barclays-Bank eine eingehende Untersuchung ihrer Sicherheitsstandards angekündigt." Tsp 2.8.00 S.22

"Kundendaten waren frei im Internet lesbar
Barclays-Panne beunruhigt Verbraucherschützer
... Wie die Bank am Dienstag in London mitteilte, waren Kontodaten zahlreicher Kunden am Montag über vier Stunden für andere Nutzer ihrer Website frei lesbar gewesen. ... Vertreter führender deutscher Online-Banken sind dagegen der Ansicht, ausreichende Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben, und schließen einen 'Super-Gau' wie bei Barclays für ihr Institut aus: 'Unsere Homepage läuft über einen anderen Server als die Seiten, auf denen Kundendaten gespeichert sind', sagt Stephanie Förster von Consors. Außerdem gebe es eine Reihe von Verschlüsselungsmechanismen und virtuellen Schutzzäunen, so genannte 'Firewalls'. ... Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen stellt seinerseits nach eigenen Angaben hohe Sicherheitsanforderungen an Internet-Banken. Die ordnungsgemäße Geschäftsführung als Grundlage für die Erteilung einer Banklizenz umfasse auch die Lösung des Datenschutzproblems, so Sprecherin Sabine Lautenschläger-Peiter." BerlZtg 2.8.00 S. 37

"Barclays unterbricht Internetdienst
Kunden hatten Einsicht in fremde Kontoauszüge/ Vorfälle häufen sich
Die Bank versicherte, dass die Sicherheitsmängel keine Transaktionen wie das Abheben von fremden Konten ermöglicht hätten." FAZ 2.8.00 S. 23

"Surfen durch fremde Konten
Internet-Desaster bei britischer Barclays Bank - Software-Problem machte sogar Plünderungen möglich"
MoPo 2.8.00 S.10

*

"Britischer Geheimdienst darf E-Mails mitlesen
... Das Gesetz mit dem Namen 'Regulation of Investigotary Powers' (RIP) zwingt die Internet Service Provider des Landes, 'Black Boxes' zu installieren, die mit der Lauschzentrale 'Government Technical Assistance Center' beim Inlandsgeheimdienst MI 5 verbunden sind und mit denen die Kommunikation von Verdächtigen überwacht werden kann. Künftig können die britischen Strafverfolger E-Mails mitlesen, Verbindungsdaten überprüfen und von Privatpersonen die Herausgabe von Verschlüsselungscodes verlangen. Kritiker des neuen Gesetzes sehen bereits den Überwachungsstaat heraufziehen, und Datenschutzaktivisten erklärten der Regierung den 'kalten Krieg'." WELT 2.8.00 S. WW2