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"Digitale Unterschrift vor Gericht anerkannt /
EU-Minister wollen Rechtssicherheit für Internet-Geschäfte erhöhen
Die für Telekommunikation zuständigen Minister der
Europäischen Union (EU) haben am Dienstag die Richtlinie für
die so genannten digitalen Signaturen verabschiedet. Damit werden die im
Geschäftsverkehr auf elektronischer Grundlage (E-Commerce) geleisteten
'Unterschriften' den handschriftlichen gleichgestellt." FAZ 1.12.1999
S. 19
"Elektronische Unterschrift perfekt / Von Brüssel
vereinbarte Regeln sollen Internet-Handel erleichtern
... Elektronische Unterschriften sollen in Zukunft auch vor
Gericht als Beweismittel zulässig sein. Außerdem ändert
sich durch die Richtlinie die Zertifizierung von Unterschriften: Bisher
können solche Zertifizierungen in Deutschland nur von der Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post vorgenommen werden; demnächst
können das auch private Anbieter tun." SZ 1.12.1999 S. 32
"Durchbruch für e-commerce / Digitale Unterschrift für EU geregelt - Aufschwung im Internethandel erwartet" MoPo 1.12.1999 S. 12
"Europäische Union / Digitale Unterschrift macht Internethandel sicherer" FR 1.12.1999 S. 14
"Unterschriftsregeln für Internethandel" taz 1.12.1999 S. 8
"EU-Minister einigen sich auf Regeln zur digitalen Unterschrift / Firmen stellen Standards für elektronischen Handel vor" BerlZtg 1.12.1999 S. 36
"INTERNET / Digitale Signatur im Internet" WELT 1.12.1999 S. 33
"Unterschrift per Mausklick bindend / EU schafft Rechtsrahmen für digitale Signatur" HB 1.12.1999 S. 26
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"Bankkunde / Falsche Schufa-Daten
... Um sicher zu gehen, dass nur korrekte Angaben weitergegeben
werden, kann es sinnvoll sein, sich persönlich über den Inhalt
seiner Schufa-Datei zu informieren. Dazu können Interessierte
neuerdings auf der homepage der Schufa (www.schufa.de) einen Antrag ausfüllen
und via Internet geschützt übertragen. ... Die Auskunft
kommt dann per Post nach Hause und kostet wie bisher fünfzehn Mark.
... Eine telefonische Auskunftserteilung ist aus Datenschutzgründen
nicht möglich." ND 1.12.1999 - Ratgeber
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"Medien / Einigung zum Datenschutz
... Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) kündigte in einem
Gespräch mit dem Präsidenten des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger
an, er erwäge den Medienbereich von einer Novellierung des Datenschutzgesetzes
auszunehmen. Die ursprünglich vorgesehene Einsetzung eines unabhängigen
Datenschutzbeauftragten in den Redaktionen könnte damit entfallen." ND 1.12.1999
S. 4
Kommentar:
"Lehrstück / Datenschutzbeauftragte in
den Medien" ND 1.12.1999 S. 8
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"Hausaufgabenhilfe von rechts / Das Wiesenthal-Center schätzt, dass es 2 000 rassistische Websites gibt" BerlZtg 1.12.1999 S. 18
"'Die Gefahr lauert in den USA' / Rabbi Abraham
Cooper vom Wiesenthal Center Los Angeles über Nazis im Internet
... 'Es ist fünf vor Zwölf', sagte Rabbi Cooper. In
den letzten vier Jahren hat sich die Zahl der sogenannten 'Hassseiten'
im Netz um den Faktor 2000 erhöht. ... 'Die Gefahr lauert in den USA',
klagt der Rabbi seine eigene Regierung an und möchte den US-Grundsatz
der freien Meinungsäußerung ein wenig eingeschränkt sehen.
'Was nützen die besten deutschen Gesetze, wenn über US-Server
Hassseiten nach Deutschland kommen?', fragt sich der Amerikaner: 'Nichts.!'"
Tsp 1.12.1999 S. 38
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"Schwedische Zeitungen machen gemeinsame Sache gegen Neonazis / Vier Blätter veröffentlichen Namen und Fotos der Führer - 18 aktive Gruppen - Gewaltakte nehmen zu - 'Kleinere Vergehen' nicht ignorieren" WELT 1.12.1999 S. 6
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"Schottdorf angeblich weiter Prüfarzt / Anwälte
beschuldigen Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung / Pötsch
sieht 'massive Datenschutzverletzung' / KVB-Chef Wittek bestreitet Vorwürfe
... Schottdorf war im Rahmen seiner Prüftätigkeit
im August 1997 von der KVB auch eine Liste mit den Namen und detaillierten
Abrechnungsdaten der 52 Labors zur Verfügung gestellt worden. Auch
diese Liste legten seine Anwälte jetzt dem Landgericht München
I im Rechtsstreit mit Rüdiger Pötsch, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen
Vereinigung Bayerns und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, vor.
Während Pötsch die als 'Sonderauswertung' an Schottdorf gefaxte
Liste als 'massiven Verstoß gegen den Datenschutz' bezeichnet, vertritt
KVB-Chef Wittek die Auffassung, Schottdorf habe als Prüfarzt ein Anrecht
auf diese Daten gehabt." SZ 1.12.1999 S. 56
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LOKALES
Berlin:
"Kamera hält in der U-Bahn Vandalen fest
/ Pilotprojekt der BVG gegen Sprayer und Scratcher ist bei Datenschützern
umstritten - SPD findet Versucht auf fünf Linien 'vernünftig'
... Die lückenlose Kontrolle des Fahrraums soll vor
allem Sprayer und Sratcher ... abschrecken und im Notfall auch der Polizei
zur Identifizierung von Straftätern zur Verfügung gestellt
werden. Kritik an dem Projekt gibt es aus dem Haus des Berliner Datenschutzbeauftragten: 'Wir
sind in die Entwicklung des Pilotprojektes nicht mit einbezogen worden',
sagt Pressesprecher Volker Brozio. ... Akzeptabel für die Datenschützer
wäre das Modell des 'verlängerten Auges'. Dabei überwacht
eine Person die Kameras und drückt nur bei Gefahr den Aufnahmeknopf.
Problematisch aber sei eine flächendeckende Überwachung des Fahrgastraumes
und die Aufzeichnung der Bilder. ... Immer wieder kommt es zu Diskussionen
über die Videoüberwachung in öffentlichen Räumen. Bisher
gebe es keine Rechtssicherheit auf diesem Gebiet, sagt Brozio."
WELT 1.12.1999 S. 39
"Der große Bruder fährt immer mit /
BVG testet Video-Überwachung in Bus und Bahn. Grüne: O.K.
... Auch der Sprecher des Berliner Datenschutzbeauftragten,
Volker Brozio, hält den Video-Einsatz als 'verlängertes Auge'
für unproblematisch. In Ordnung sei auch, wenn Anlass bezogen aufgezeichnet
werde. 'Eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung ist aber mit uns nicht zu
machen', sagte Brozio. Zudem müssten die Datenschützer in den
Versuch eingebunden werden. Den erwarteten Erfolg der Überwachung
stellte Brozio aber in Frage: 'Erfahrungen aus England haben
gezeigt, dass sich die Straftaten lediglich räumlich verlagern.'"
taz 1.12.1999 S. 20
"Volker Brozio / Videokameras in der U-Bahn - der nächste Schritt zum Überwachungsstaat?" Junge Welt 1.12.1999 S. 2
Kommentar:
"Chaos zum Nulltarif" ND 1.12.1999
S. 17
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