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"DAG will Gesetz zu Datenschutz für Arbeitnehmer
Geltendes Recht reicht laut Gewerkschaft nicht aus ... Der Schutz
der Privatsphäre und das informationelle Selbstbestimmungsrecht der
Arbeitnehmer müssten in einem eigenständigen Gesetz geregelt
werden, da nur auf diesem Wege das besondere Abhängigkeitsverhältnis
der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausreichend berücksichtigt
werden könne. ... das Bundesdatenschutzgesetz werde dieser Anforderung
nicht gerecht ... Eine Datenauswertung und -verknüpfung, die zur Herstellung
eines umfassenden Persönlichkeitsprofils des Arbeitnehmers führen
könne, müsse unzulässig sein." BerlZtg 21.12.99 S.
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"Schon bald wird es digitale Wasserzeichen geben
Der Künstler kann sein eigener Unternehmer sein: Der Medien-Jurist
Michael Lehmann über die Zukunft des Urheberrechts ... Lehmann:
Schon bald wird es ein digitales Wasserzeichen geben. Das heißt allen
Bits und Bytes werden digitale Kennungen unterlegt sein. Aus diesen Kennungen
ergibt sich, wer Lizenznehmer und Urheber ist. Wer dieses Schutzsystem
verändert, verletzt ein Urheberrecht." Welt 21.12.99 S. 29
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Der virtuelle Wilhelm
Digitale Signaturen machen den Datenaustausch im Netz sicherer ...
Der Schlüssel einer solchen Signatur gibt Auskunft über den Unterzeichner,
die Prüfsumme stellt sicher, dass die Daten nach der Unterschrift
nicht mehr verändert werden können." SZ 21.12.99 S. V2/12
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Gauck-Behörde soll alle Stasi-Akten des CIA bekommen
Geheimdienstkoordinator Uhrlau: Übergabe der 'Rosenholz'-Datei
wird sich bis 2001 hinziehen" Welt 21.12.99 S. 4
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LOKALES
Berlin
"Regelanfrage beim Verfassungschutz nicht geregelt
Bezirke können selbst entscheiden, ob sie Einbürgerungswilligen
hinterherschnüffeln ... Innensenator Eckart Werthebach (CDU) hat
gestern den Bezirken empfohlen, eine solche Anfrage zu stellen. ... Erst
im nächsten Jahr soll es eine endgültige Regelung geben. Die
SPD hat bereits signalisiert, dass eine Regelanfrage mit den Sozialdemokraten
nicht zu machen sei. 'Wir haben da eine klare negative Haltung' sagt Klaus-Uwe
Benneter, der für Verfassungsschutzfragen zuständig ist."
taz 21.12.99
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"Kunden rechnen ihren Einkauf selbst ab
Karstadt am Hermannplatz testet neues Verfahren ... Doch bei
dem Gedanken, dass Karstadt nun alle Daten über ihre Einkäufe
speichert, ist ihr etwas mulmig. Wer einen Scanner benutzt, braucht auch
eine Kundenkarte. Darauf werden die Daten des Kunden und der Warenwert
gespeichert. Anfang nächsten Jahres solle eine Software installiert
werden, die genau registriert, welche Artikel der Kunde gekauft habe, sagt
Karstadtsprecher Michael Scheibe. Dann könne wir die Kunden direkter
bewerben, sagt der stellvertretende Abteilungsleiter Stephan. ... Berlins
Datenschützer halten den Modellversuch für bedenklich.'Daten,
die im privaten Bereich gespeichert werden, dürfen zu Werbezwecken
benutzt werden' sagte Daniel Holzapfel, Mitarbeiter des Berliner Datenschutzbeauftragten.
Problematisch sei es jedoch, wenn sich anhand der Daten der Lebensrythmus
einer Person ablesen lasse. Es sei außerdem nicht einleuchtend, warum
bei der Abrechnung die einzelnen Artikel überhaupt gespeichert werden
müssten. Auch gezielte Werbung wollen die Datenschützer einschränken.
'Wir wollen eine Gesetzesänderung, die Festschreibt, dass der Kunde
darauf hingewiesen werden muss, dass er werblicher Nutzung widersprechen
kann' sagte Holzapfel." BerlZtg 21.12.99 S.27
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