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[Überblick über sonstige Veröffentlichungen
zum Datenschutz][Hauptseite]
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"Datenschutz:
Mehr Kontrolle beim Abhören von Telefonen hat der Bundesbeauftragte
für den Datenschutz, Joachim Jacob, verlangt. Beim 'Großen Lauschangriff'
muss das Parlament regelmäßig über den Erfolg informiert
werden. 'Das hätte ich gern auch bei der Telefonüberwachung',
sagte Jacob." BerlZtg 28.12.1999 S. 16
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"Ermessen nach bayerischer Art / Die Verwaltungsvorschriften
lassen den Behörden Spielraum, Bayern legt eigene Maßstäbe
an
... Nach zähem Ringen einigten sich die Innenministerien
von Bund und Ländern erst Ende November auf einen 76 Seiten starken
und damit alles andere als schlanken Katalog von Verwaltungsvorschriften
zum neuen Staatsangehörigkeitsrecht. Um weiteren Streit zu vermeiden,
wurde dabei den unionsregierten Ländern wie Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg
ermöglicht, auch künftig vor Einbürgerungen regelmäßig
beim Verfassungsschutz anzufragen, ob gegen den Bewerber Bedenken bestehen.
... Das Verfassungsbekenntnis: ... Die Vorschriften des Bundes
lassen offen, ob es genügt, dass der Bewerber eine entsprechende
Erklärung unterschreibt, oder ob, wie offenbar in Bayern beabsichtigt,
die Behörde auch eine Art Prüfung in Staatsbürgerkunde abhalten
kann." SZ 28.12.1999 S. 11
"Neues Gesetz soll Integration erleichtern / Sprachtest
und Nachweis der Verfassungstreue
... Lange umstritten blieb, ob einer Einbürgerung
eine Regelanfrage beim Verfassungsschutz vorausgehen soll. Die Verwaltungsvorschriften
überlassen das jetzt den Ländern." BerlZtg 28.12.1999
S. 8
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"Polizei besorgt über private Wachleute
Besorgt über die zunehmende Zahl privater Wachleute hat
sich die Deutsche Polizeigewerkschaft geäußert. Der stellvertretende
Gewerkschaftsvorsitzende Konrad Freiberg ... verlangte, die Befugnisse
privater Sicherheitsunternehmen und die Kooperation mit der Polizei
gesetzlich 'klar und unmissverständlich' zu regeln." MoPo
28.12.1999 S. 2
"Wachdienste:
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat einmal mehr gesetzliche Regeln
über Ausbildung, Aufgaben und Befugnisse privater Sicherheitsleute
gefordert." BerlZtg 28.12.1999 S. 6
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"Arzt muss Ehefrau über Aids aufklären
... Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ... (Az.:
8 U 67/99). Nach Auffassung des Gerichts reicht es nicht aus, wenn der
Patient einen einsichtigen Eindruck vermittelt und zusagt, Kondome zu benutzen.
Die drohende Lebensgefahr für die Ehefrau sei der klassische Fall
eines 'Notstands', der die Durchbrechung der Schweigepflicht nicht nur
rechtfertige, sondern zwingend notwendig mache, ... ." HB 28.12.1999
S. 4
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"Steuergewerkschaft gegen Bankgeheimnis
Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft hat sich für die Abschaffung
des Bankgeheimnisses und für eine bessere Personalausstattung
der Finanzämter eingesetzt. Sie verspricht sich davon größere
Erfolge im Kampf gegen Steuerbetrug." HB 28.12.1999 S. 4
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"Die gläsernen Abgeordneten gewähren Einblick / Einige wenige Parlamentarier legen ihre gesamten Einkünfte offen - Homepage im Internet" WELT 28.12.1999 S. 2
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"'Führerschein' für Hunde in Spanien
Ein neues Gesetz zur Haltung bestimmter Hunderassen ist
jetzt in Spanien in Kraft getreten. Danach muss jeder, der sich einen als
gefährlich eingestuften Hund halten will, beim Rathaus eine Art 'Führerschein'
beantragen, der nur ausgegeben wird, wenn der Betreffende volljährig
und nicht vorbestraft ist." MoPo 28.12.1999 S. 8
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LOKALES
Berlin:
"BVG-Infosystem zeigt endlich die richtige Zeit
an / Falsche Anzeigen hatten U-Bahn-Fahrgäste verwirrt
... Rundum zufrieden ist die BVG dagegen mit der Videoüberwachung,
die seit Ende November in vier Fahrzeugen getestet wird. Dort habe es seitdem
mit einer Ausnahme keine neuen Schäden durch Vandalismus oder
Graffiti gegeben, sagte BVG-Sprecherin Barbara Mansfield. Die Kameras bleiben
bis Ende Januar 2000 in Betrieb." BerlZtg 28.12.1999 S. 20
"Weniger Schäden nach Einbau von Kameras
/ BVG-Test in Bahnen und Bussen bisher erfolgreich / Überwachung
von Plätzen und Schulhöfen umstritten
In den kameraüberwachten Bahnen und Bussen der BVG sind
die Vandalismusschäden drastisch zurückgegangen. ... Das Unternehmen
will erst im nächsten Jahr entscheiden, ob es den Versuch ausdehnt.
... Die Kamera-Kontrolle ist umstritten. Während der Regierende Bürgermeister
Eberhard Diepgen eine Video-Überwachung auch für Schulhöfe
befürwortet, haben die Datenschützer Bedenken. ... Einen deutlichen
Rückgang der Zerstörungen registrierte nach dem Einbau von Kameras
auch Wolfgang Hartmann, der mit 30 Bussen im BVG-Auftrag Linienverkehr
betreibt, ... . Die Kameras werden nach Hartmanns Angaben - wie auch
bei der BVG - nur als 'verlängertes Auge' eingesetzt; ... . Die Datenschützer
lehnen eine Aufzeichnung ab. Eine Speicherung solle nur 'anlassbezogen'
möglich sein. Die BVG würde die Aufnahmen nach einer
bestimmten Frist am liebsten 'überschreiben' lassen, wenn nichts passiert
ist. Ein neues Datenschutzgesetz soll es im nächsten Jahr geben. ...
Generelle Bedenken haben die Datenschützer auch, wenn zentrale
Plätze oder Schulhöfe kameraüberwacht würden. In Leipzig
gibt es vor dem Hauptbahnhof Kameras. In deren Bereich ist zwar die
Kriminalität zurückgegangen, doch sie hat sich nur verlagert.
Auf Schulhöfen könnten Kameras einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte
bedeuten, sagte die stellvertretende Berliner Datenschutzbeauftragte
Claudia Schmid. Es bestehe die Gefahr, dass sich Schüler 'kameragerecht'
verhielten. Kameras sollten nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden
- etwa beim Verdacht von Straftaten. Im CDU/SPD-Koalitionsvertrag wird
die Einführung eines 'eng zu begrenzenden Einsatzes optischer Überwachungstechnik'
auf Gebäude von öffentlichem Interesse beschränkt." Tsp
28.12.1999 S. 9
"Diepgen nimmt Schulhöfe ins Visier
/ Der Regierende Bürgermeister (CDU) spricht sich für
eine Videoüberwachung auf Schulhöfen aus. Sowohl Schulsenator
Böger (SPD) als auch Grüne, GEW und Schuldirektoren sprechen
sich vehement dagegen aus
... 'Ich bin durchaus offen auch für eine Videoüberwachung
der Schulhöfe', sagte er gestern in einem Zeitungsinterview. 'In dem
Augenblick, in dem die Jugendlichen Repressionen befürchten müssen,
werden sie reagieren. Diejenigen, die trotzdem Gewalt ausüben, kann
man mit Videoaufzeichnungen dingfest machen', so Diepgen. ... Schulsenator
Klaus Böger (SPD) lehnt Diepgens Vorschlag entschieden ab. 'Die Aufsichtspflicht
haben Lehrer und nicht Maschinen', sagte seine Sprecherin. ... Sanem Kleff,
stellvertretende Landesvorsitzende der GEW, bezeichnet Diepgens
Äußerungen als 'sehr praxisfern'." taz 28.12.1999 S. 15
"Böger lehnt Videoüberwachung in
Schulen an / Schulsenator gegen Vorschlag des Regierenden Bürgermeisters
/ Bundesweite Debatte
... Der Lehrer müsse nicht auf dem Schulhof sein. 'Was
spricht gegen ein verlängertes Auge und damit besseren Möglichkeiten
für die Lehrer?', hatte der Regierende Bürgermeister
gefragt. ... Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die bei Straftaten
an Schulen in der Vergangenheit wiederholt eine bessere Zusammenarbeit
von Polizei, Lehrern und Eltern angemahnt hatte, steht einem Video-Einsatz
kritisch gegenüber. 'Der Lehrer reagiert dann erst, wenn er eine Gewalttat
auf dem Bildschirm sieht. Doch dann ist es schon zu spät', sagte Dieter
Großhans von der GdP. ... Der Gewerkschafter warnte vor einer Verdrängung
der Gewalt in die Seitenstraßen. 'Videokameras beruhigen nur das Gewissen',
sagte Großhans. ... Die Berliner CDU begrüßte
dagegen den Vorschlag. 'Die Videoüberwachung von öffentlichen
Plätzen hat in Leipzig große Erfolge gebracht. Deswegen sind
wir auch für eine Überwachung von einzelnen Schulen', sagte der
innenpolitische Sprecher Roland Gewalt. ... Die Kultusminister von
Baden-Württemberg und Bayern teilten mit, bei der Bekämpfung
von Gewalt an Schulen sollte vielmehr auf Prävention gesetzt werden.
Lediglich in extremen Einzelfällen könnte man sich in Bayern
eine Video-Kontrolle der Schüler vorstellen. Hessens Innenminister Volker
Bouffier (CDU) setzte sich dagegen für einen Videoeinsatz ein."
BerlZtg 28.12.1999 S. 21
"Diepgen für Videoüberwachung" WELT 28.12.1999 S. 37
"Videokameras auf Schulhöfen?
Angesichts zunehmender Gewalt an Schulen schlägt der Regierende Bürgermeister
Diepgen eine Video-Überwachung von Schulhöfen vor. ... Es
sei aber keine Verwahrung von Daten vorgesehen." MoPo 28.12.1999
S. 28
Kommentar:
"Wirkungsloses Kameraauge / Schulhof per
Videoüberwachung ist pädagogisch unsinnig
... Eine Videokamera kann nicht die Autorität eines
Lehrers ersetzen, der Pausenaufsicht hat. Ein Mensch, der rechtzeitig in
einen Konflikt eingreift und mit Worten überzeugt, ist allemal wirkungsvoller
als das anonyme Auge einer Kamera. ... Diepgen hofft, dass die Schüler
aus Angst vor dem Repressionen weniger gewalttätig agieren. Warum
sollten sie? In Wahrheit könnte die Installation von Videokameras
auf gewaltbereite Schüler nur den zusätzlichen Reiz ausüben,
die Videokameras 'auszutricksen' und tote Winkel auszuloten. ... Aber Diepgen
setzt mit diesem Vorstoß auch ein politisches Signal. Videoüberwachung
wird im öffentlichen Raum zunehmend normal, sodass sie schließlich
niemanden mehr stört, weil sich alle langsam aber sicher daran gewöhnen
werden." taz 28.12.1999 S. 15
Kommentar:
"Bilder von der Oberfläche
... 'In dem Augenblick, in dem die Jugendlichen Repressionen
befürchten müssen, werden sie reagieren', meint Diepgen. Da hat
er unfreiwillig Recht. Die Täter werden sich nämlich einen anderen
Tatort suchen, um ihren Klassenkameraden die 'Gogo'-Figuren oder den Gameboy
zu entwenden, die neue Jacke 'abzuziehen' oder die gegnerische Gang
unter Einsatz von Messern und Baseballschlägern plattzumachen. ...
Für das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern, Eltern
und Schülern, ohne das Probleme nicht erkannt, nicht besprochen und
nicht gelöst werden können, wäre die Video-Überwachung
Gift. ... Die Botschaft hinter Diepgens Kamera ist verheerend: diese Jugend
ist verdächtig. Man muss sie beobachten. Wir können ihr
nicht trauen." BerlZtg 28.12.1999 S. 4
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Brandenburg:
"Schönbohm gegen Schulhof-Video-Überwachung
Innenminister Jörg Schönbohm hat eine Video-Überwachung
von Schulhöfen abgelehnt. ... 'Ich bin für Videoüberwachungen
in öffentlichen Räumen, wo es ein hohes Kriminalitätsaufkommen
gibt, etwa wo gedealt wird mit Drogen.' Eine Überwachung von Schulhöfen
per Videokameras würde die Schulen jedoch 'endgültig entpersonifizieren',
... . Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen hatte
sich für eine solche Video-Überwachung ausgesprochen." ND 28.12.1999
S. 20
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"Innenminister Schönbohm lehnt Videokameras
auf Schulhöfen ab
Brandenburgs Innenminister und CDU-Landeschef Jörg Schönbohm
hat eine Video-Überwachung von Schulhöfen abgelehnt. ... Die
Schulaufsicht sei Aufgabe der Lehrer. 'Das ist eine Frage der Erziehung
auch durch die Eltern, und nicht eine Frage der Überwachung'."
MoPo 28.12.1999 S. 34
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Sachsen-Anhalt:
"Meldepflicht für Krebs
Sachsen-Anhalt will mit einer Meldepflicht für Krebserkrankungen
die Datenbasis für die Erforschung der Krankheit erweitern. ...
Die freiwillige Regelung nach dem Bundesgesetz sei offenbar zu unverbindlich."
WELT 28.12.1999 S. 33
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Sachsen:
"Keine Fußfesseln füe sächsische
Häftlinge
Sachsens Justizministere Steffen Heitmann (CDU) hat sich erneut
gegen den Einsatz von Fußfesseln im Strafvollzug in Deutschland ausgesprochen."
MoPo 28.12.1999 S. 6
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Hamburg:
"Visitenkarten unaufgefordert anbieten / Dürftiger
Bericht der Hamburger 'Polizei-Kommission'
... Die Kommission stellt fest: 'Bestandteil eines
dienstleistungsorientierten, auf ein gutes Verhältnis zur Bevölkerung
abzielenden Auftretens der Polizei muss auch sein, dass der Bürgerin
und dem Bürger bekannt ist, mit welcher Beamtin und welchem Beamten
(Name und Dienststelle) sie oder er es zu tun hat. Das gilt insbesondere,
wenn eine Bürgerin oder ein Bürger diesen Wunsch ausdrücklich
äußert, um das Beschwerderecht wahrnehmen zu können.'
Deswegen sollten Polizisten Visitenkarten unaufgefordert anbieten."
FAZ 28.12.1999
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