Privacy Magazine - Hauptseite Das Privacy Magazine "prima" wird vom Berliner Datenschutzbeauftragten zusammengestellt und herausgegeben. Die regelmäßigen - an Wochentagen täglichen - Ausgaben enthalten eine Übersicht von datenschutzrelevanten Berichten der (von uns) ausgewählten Berliner und überregionalen (deutschen) Presse.

 

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Ausgabe vom 3. Dezember 1999

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"Neuer Versuch:
Bundesinnenminister Otto Schily hat eine neue Regelung für den Datenschutz im redaktionellen Bereich vorgeschlagen. ... Wie das Bundesinnenministerium in Berlin am Donnerstag über das Treffen Schilys mit dem Presserat vom Vortrag ferner mitteilte, sollen die Medien ihre Selbstverpflichtung 'in eigener Verantwortung' organisatorisch absichern." BerlZtg 3.12.99 S. 19

"Mehr Datenschutz in den Medien
Schily schlägt Selbstregulierung vor"
MoPo 3.12.99 S. 5

"Neuer Vorschlag zu Datenschutz
Schily will Medien zur Selbstkontrolle anhalten"
FAZ 3.12.99 S. 11

"Neuer Vorschlag zum Datenschutz" ND 3.12.99 S. 4

"Schilys neuer Vorschlag zu Mediendatenschutz" taz 3.12.99 S. 8

"Datenschutz in den Medien: Schily präsentiert neuen Plan" WELT 3.12.99 S. 35

"Schily: Medien sollen Daten selbst schützen" SZ 3.12.99 S. 5

"Medien sollen für Datenschutz selber sorgen
Schily: Gesetz soll nicht die Pressefreiheit gefährden"
Tsp 3.12.99 S. 4

"Schily: Medien sollen für Datenschutz selbst sorgen" HB 3.12.99 S. 4

Siehe dazu auch die Presseerklärung des Berliner Beauftragten für den Datenschutz und Akteneinsicht

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"EU genehmigt Abhören von Mobiltelefonen
Nach dem Willen der Innen- und Justizminister der Europäischen Union sollen die Strafverfolgungsbehörden künftig grenzüberschreitend Mobiltelefone abhören können." SZ 3.12.99 S. 7

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"Erneut Todesliste an Schule entdeckt
Lehrerverband lehnt Videoüberwachung ab"
BerlZtg 3.12.99 S. 12

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"Marlene Dietrichs guter Name ist teuer
BGH spricht erstmals Erbin Schadenersatz für nicht-genehmigte Werbung zu
... In einem Grundsatzurteil entschied der für das Wettbewerbsrecht zuständige I. Zivilsenat, dass Erben nicht nur die Veröffentlichung von Bildern untersagen können. Bei unerlaubter Werbung können sie darüber hinaus Schadensersatz geltend machen. Damit wurde der Schutz der Persönlichkeitsrechte Verstorbener erweitert. (AZ: I ZR 49/97 und 226/97)" FR 3.12.99 S. 32

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"Neuer Computervirus
In US-Computern ist eine neue Version des Virus ExploreZip aufgetaucht" FR 3.12.99 S. 32

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"Elektronik
Computer soll Bankräuber an ihrem Gang erkennen"
FR 3.12.99 S. 32

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"Bürger wird, wer das lesen kann
Neue Verwaltungsvorschriften machen deutschen Pass davon abhängig, ob man sich mit Gleichaltrigen unterhalten kann und Zeitungslektüre in Deutsch pflegt
... Bund und Länder haben sich nach wochenlangem Streit auf eine einheitliche Praxis bei der Umsetzung des neuen Staatsbürgerschaftsrechts, das im Januar in Kraft tritt, geeinigt. ... Darüber hinaus verzichtet die Verwaltungsvorschrift in der umstrittenen Frage der Überprüfung der Verfassungstreue bewusst auf eine Vorgabe. Das bedeutet, dass die Bundesländer, die dies für erforderlich halten, auch weiterhin Einbürgerungswillige unter Extremismusverdacht stellen und eine so genannte Regelanfrage beim Verfassungsschutz machen können. Diese Absicht haben nach derzeitigem Kenntnisstand Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Sachsen und Thüringen." taz 3.12.99 S. 3

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"Nix deutsch ohne Sprachtest
Innenverwaltung will Ausländer nur einbürgern, wenn sie Deutschkenntnisse per Zertifikat nachweisen können. Auch eine Regelanfrage beim Verfassungsschutz ist geplant
... Der Innensenator will noch eine weitere Verschärfung: Einbürgerungswillige müssen damit rechnen, dass eine Anfrage beim Verfassungsschutz gestellt wird. Zur Überprüfung der Verfassungstreue ist jedem Bundesland freigestellt, ob es eine so genannte Regelanfrage stellt. ... Die Ausländerbeauftragte des Senats, Barbara John (CDU), kritisierte eine mögliche Regelanfrage: 'Das unterstellt, dass alle Ausländer Extremisten sind'. Eine Anfrage sei nur nötig, wenn gewichtige Hinweise vorlägen." taz 3.12.99 S. 3

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Berlin

"Gegen Videokontrolle:
Innensenator Eckart Werthebach (CDU) hat die von der Deutschen Polizeigewerkschaft geforderte Videoüberwachung von Schulhöfen abgelehnt." BerlZtg 3.12.99 S. 22

"Werthebach: Keine Videoüberwachung an Schulen" taz 3.12.99 S. 3

"Werthebach gegen Videoüberwachung" ND 3.12.99 S. 17

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"35.000 Mark für Dreksler
Zu Unrecht als Scientologe bezichtigter Polizeidirektor wird vom Land entschädigt
... Vergleich ... bedeutet aber auch, dass das Land Berlin nicht mehr offen legen muss, wie der Verfassungsschutz zu der Verdächtigung kam. ... Mit dem Antrag auf Offenlegung von Verfassungsschutzakten haben sich schon viele Anwälte bei den Gerichten die Zähne ausgebissen, nicht nur in Berlin." taz 3.12.99 S. 22

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"Der Beamte, der ein Politiker sein muss
Eckard Werthebach (CDU) befindet sich als Innensenator voll im rechten Trend. Nur dass dem Hardliner im ersten Jahr seiner Amtszeit eine peinliche Serie von Pannen unterlaufen ist. Dennoch gilt er bei den laufenden Berliner Koalitionsverhandlungen wieder als gesetzt
... Experten beurteilen das von ihm verabschiedete Polizeigesetz als das polizeifreundlichste in Deutschland. Nirgendwo sonst habe die Polizei so viel Macht. ... Zwar gab es die so genannte Fuchs-Weichert-Affäre, bei der Verfassungsschutz-Chef Werthebach einer brandenburgischen FDP-Politikerin Akten seines Amtes über einen Grünen-Politiker überließ, um dessen Bewerbung als Potsdamer Datenschutzbeauftragter zu hintertreiben." taz 3.12.99 S. 21

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Sachsen-Anhalt

"Neues Polizeigesetz droht Magdeburger Modell als Zeitbombe
SPD-Innenminister Püchel plant Videoüberwachung und Schleierfahndung"
ND 3.12.99 S. 5